Sonntag, 18. August 2019

IT und Elektroautos Sollte Apple Tesla kaufen?

Passt das? Teslas Model S, synchronisiert mit dem iPhone

Investoren und Fans von Apple hoffen schon eine Weile auf ein wirklich neues Produkt aus dem Hause des iPhone-Konzerns. Wie wäre es mit einem Auto? Ein Analyst einer deutschen Bank schlägt in einem offenen Brief vor, Apple solle den Elektroauto-Spezialisten Tesla kaufen.

Hamburg - Das iCar ist tot, es lebe das iCar: So schlägt es jedenfalls Andaan Ahmad vor, Analyst der Berenberg-Bank in London. Technologie-Konzern Apple sollte seiner Ansicht nach den Elektroauto-Spezialisten kaufen, um bei Aktionären wieder Fantasie blühen zu lassen.

Ungewöhnlich für einen Analysten: Sein Anliegen trägt der Finanzexperte mit Sitz in London Apple-Chef Tim Cook in einem offenen Brief vor, wie CNN Money berichtet. Darin argumentiert er, Elektroautos könnten dem Unternehmen einen langfristig anhaltenden Umsatzschub bringen. Die stolzen Wachstumsraten früherer Jahre ließen sich auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt nicht mehr erreichen: Um das Wachstum zu steigern, sollte sich Apple zusätzlich auf den Automarkt vorwagen, der sich im Umbruch befindet.

Der Vorstoß wirft ein Schlaglicht darauf, wie Autohersteller und Technologiefirmen stärker zusammenwachsen. In einem Elektroauto kommt es nicht mehr auf Zündkerzen, Kurbelwellen und Motoröl, sondern beispielsweise auf Software zur Batterieladung und -entladung an. Zudem setzt sich der Vormarsch der Elektronik in allen Fahrzeugen fort.

Auch Trends wie das autonome Fahren rücken in den Vordergrund. Fast alle deutsche Hersteller haben daher Dependancen im Silicon Valley aufgebaut, wo Apple Börsen-Chart zeigen, Google Börsen-Chart zeigen, Facebook Börsen-Chart zeigen ihren Sitz haben. Auch Tesla Börsen-Chart zeigen hat seinen Hauptsitz in der Nähe.

Tesla machte zuletzt mit einem stark steigenden Aktienkurs von sich reden. Das Unternehmen will weltweit expandieren, und legt dabei einen Schwerpunkt auf Deutschland.

Apple ist nicht der einzige mögliche Verbündete für Tesla

Apple gilt allerdings nicht als einzig möglicher Verbündeter für Tesla. Bisher hatte der von Elon Musk geführte Autobauer eher mit Google zu tun. So soll das Model S von Tesla bald mit dem Browser Chrome und dem Betriebssystem Android ausgestattet werden.

Dennoch ist auch die Nähe zu Apple groß. Tesla-Vizepräsident George Blankenship hat einst unter Steve Jobs die Apple-Stores entwickelt. Für Tesla gestaltete er ebenfalls die Verkaufsräume und kümmert sich um Kundenzufriedenheit. Zuletzt hatte Elon Musk außerdem den Apple-Manager Douglas Field abgeworben. Er soll neue Fahrzeuge entwickeln. Bei Apple hatte er MacBook Air, MacBook Pro und des iMac entwickelt.

In der Autoindustrie hatte es zuvor lange Zeit Spekulationen um eine Zusammenarbeit von Apple und Volkswagen Börsen-Chart zeigen gegeben. Beide Konzerne planten gemeinsam ein iCar, hieß es. Doch um das Projekt ist es ruhig geworden. Immerhin gibt es eine Kooperation der Firmen bei der Ausstattung des Beetle.

Der Vorstoß des Berenberg-Analysten Ahmad, seinen Rat in Form eines offenen Briefes zu übermitteln, ist für Tim Cook nicht neu. Bereits in der vergangenen Woche hatte Hedgefonds-Manager Carl Icahn dem Apple-Chef öffentlichkeitswirksam ungebetene Ratschläge gegeben. Icahn fordert Cook auf, Aktien im Wert von 150 Milliarden Dollar zurückzukaufen, da die Apple derzeit unterbewertet sei.

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nis

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