Strategische Neuausrichtung Software AG schwächelt bei Umsatz und Gewinn

Die Software AG hat im Zuge der strategischen Neuausrichtung vom Datenbank- zum Geschäftsprozess-Dienstleister erneut Umsatz und Gewinn eingebüßt. Den Ausblick bestätigt der nach der SAP AG zweitgrößte deutsche Softwarekonzern hingegen.
Umbauarbeiten: Die Software AG schrumpft derzeit

Umbauarbeiten: Die Software AG schrumpft derzeit

Foto: dapd

Darmstadt - Die Darmstädter Software AG hat wegen der strategischen Neuausrichtung im dritten Quartal Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen müssen. Der schrittweise Rückzug im Servicegeschäft aus unprofitablen Märkten sowie Währungseffekte haben den Umsatz um 7 Prozent auf 239 Millionen Euro gedrückt, wie Deutschlands zweitgrößter Software-Entwickler nach SAP am Donnerstag mitteilte. Allerdings kam auch das wichtige Lizenzgeschäft nicht richtig von der Stelle: Hier ging der Umsatz um ein Prozent auf 79,9 Millionen Euro zurück.

Gleichzeitig belasteten höhere Vertriebs- und Marketingausgaben für das Lizenz- und Wartungsgeschäft den Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um knapp 20 Prozent auf 49,1 Millionen Euro. Die Zahlen lagen insgesamt unter den Erwartungen der Analysten, die sich vor allem im Lizenzgeschäft höhere Umsätze von im Schnitt 86 Millionen Euro erhofft hatten. Dennoch starteten die im TecDax notierten Aktien mit Kursgewinnen von zwei Prozent in den Handel.

Ausblick bestätigt

Die Software AG  wiederholte ihren vorsichtigen Ausblick, wonach der um Sondereffekte bereinigte Gewinn zwischen 1,70 und 1,80 Euro liegen soll. "Mit Blick auf das allgemein zunehmend schwierigere Marktumfeld weist die Software AG darauf hin, dass die im Gesamtjahr zu erzielenden operativen Ergebnisse trotz eines traditionell starken vierten Quartals jeweils eher am unteren Ende der prognostizierten Spannweiten liegen könnten", hieß es in der Mitteilung.

Die Software AG peilt für den Umsatz in der wichtigen Geschäftsprozesse-Sparte währungsbereinigt einen Schub um 16 bis 22 Prozent an. Die Erlöse im traditionellen Datenbankgeschäft sollen dagegen um 4 bis 9 Prozent schrumpfen.

krk/rtr/dpa
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