Montag, 24. Februar 2020

Hedgefonds Elliott steigert Anteil an Softbank auf knapp 3 Milliarden Dollar Paul Elliott Singer erhöht Druck auf Masayoshi Son

Elliott-Chef Paul Elliott Singer (re.): Milliardeninvestition in die Softbank Group - und erhöhter Druck auf Masayoshi Son (li.)

Manager-Schreck Paul Elliott Singer erhöht den Druck auf Softbank-Chef Masayoshi Son: Der Hedgefonds Elliott Management hat Insiderinformationen zufolge seine Beteiligung an dem japanischen Technologieinvestor Softbank Group auf rund drei Prozent ausgebaut und drängt dessen Management zu Änderungen. Elliotts Softbank-Paket habe nun einen Wert von fast drei Milliarden Dollar, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Elliott ist ein aktivistischer Investor, der in der Regel auch direkten Einfluss auf die Unternehmensführung nimmt und versucht, Änderungen in der Konzernstrategie durchzusetzen. Auch beim Dax-Konzern Bayer Börsen-Chart zeigen ist Elliott beteiligt.

Der Hedgefonds habe mit der Konzernführung von Softbank bereits Gespräche geführt, hieß es. Er fordere Aktienrückkäufe über etwa 20 Milliarden Dollar sowie mehr Unabhängigkeit und Transparenz im Softbank-Verwaltungsrat.

Der japanische Konzern war im Herbst unter Druck geraten, nachdem mehrere kostspielige Investitionen in junge Technologiefirmen wie den US-Bürovermieter Wework sich als Misserfolge erwiesen. Der milliardenschwere Wework-Flop beschädigte auch den Nimbus von Softbank-Chef Masayoshi Son.

Softbank-Tochter meldet Gewinnsprung

Zumindest die jüngsten Quartalszahlen ihrer Unternehmenstochter Softbank dürften der Softbank Group etwas Erleichterung verschaffen. Der japanische Telekomkonzern Softbank hat seinen operativen Gewinn im dritten Quartal um 15 Prozent auf umgerechnet rund zwei Milliarden Euro (243 Milliarden Yen) gesteigert. Der Konzern hob seine Prognose für das Gesamtjahr um ein Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro an. Japans drittgrößter Telekomkonzern hat die Ausschüttung von 85 Prozent seines Nettogewinns als Dividenden zugesagt, was dem von Masayoshi Son geführten Mutterkonzern Softbank Group einen steten Mittelzufluss für seine Investitionen beschert.

la/reuters

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