Samstag, 20. April 2019

IPO spätestens im März 2017 Snapchat geht an die Börse - hier sind die größten Profiteure

Beliebte Foto-App Snapchat: Das Unternehmen will spätestens im März 2017 an die Börse

Gerüchte über einen Börsengang von Snapchat kursieren schon länger, nicht zuletzt auch, weil Snapchat-Gründer und Chef Evan Spiegel bereits im Mai letzten Jahres angekündigt hatte, mit seinem Unternehmen an die Börse gehen zu wollen, um die Unabhängigkeit der Firma zu bewahren. "Wir müssen an die Börse", sagte Spiegel. "Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden." Einen Zeitraum hatte der Jungunternehmern allerdings nicht genannt.

Jetzt scheint der Betreiber der populären Foto-App das Vorhaben zu beschleunigen und will laut "Financial Times", und "Wall Street Journal" spätestens kommenden März an die Börse. Den Berichten zufolge sind die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs damit beauftragt, den Börsengang vorzubereiten.

Die jüngste Finanzierungsrunde hatte Snapchat oder Snap, wie das Unternehmen seit kurzem heißt, auf einen Wert von 15 Milliarden Dollar katapultiert. Mit dem Börsengang könnte er auf 20 und 25 Milliarden Dollar steigen, schreibt die FT. Es wäre der größte Börsengang seit Twitter im Jahr 2013, der die Bewertung des Kurznachrichtendienstes seinerzeit auf 18 Milliarden Dollar hochschraubte.

Wer die Profiteure eines solchen Snap-IPOs wären, ist in US-Medien inzwischen ebenfalls recht detailliert durchgesickert. So kontrollieren die Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy jeweils etwa 15 bis 20 Prozent des Unternehmens, berichtet CNBC mit Verweis auf eine anonyme aber angeblich gut informierte Quelle. Beide halten damit einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar, was beachtlich ist, angesichts der Tatsache, dass Spiegel noch im Jahr 2013 eine Kaufofferte von Seiten des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg für Snapchat im Wert von drei Milliarden Dollar zurückgewiesen hatte. Aus heutiger Sicht dürfte Spiegel das als eine der besseren Entscheidungen seines Lebens einstufen.

Der wichtigste institutionelle Investor von Snapchat ist laut CNBC die Venture Capital Firma Benchmark, die nun etwa 12 Prozent im Wert von rund drei Milliarden Dollar an Snap halte. Weitere 8 Prozent liegen bei Lightspeed Venture Partners, sowie 5 Prozent bei Institutional Venture Partners, so die Quelle von CNBC.

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