Freitag, 21. Juni 2019

Wo sich immer mehr Start-ups niederlassen Wird Fort Lauderdale das neue Silicon Valley?

Silicon-Valley-Alternativen: Die fünf Metropolregionen mit der höchsten Start-up-Aktivität
REUTERS

4. Teil: Immer mehr Wagniskapital außerhalb der Bay Area

Das Potential der Region um Fort Lauderdale und Miami, besonders als Fintech-Standort, haben auch die ansässigen Universitäten erkannt. Die Florida Atlantic University und die University of Miami fördern junge Gründer und vermitteln Nachwuchskräfte an Start-ups. In den letzten Jahren haben sich auch immer mehr Accelerators in der Gegend niedergelassen, die Start-ups helfen, sich schnell zu entwickeln. So etwa das in Palo Alto gegründete Startprogramm Founder Institute, das nun auch ein Programm für Süd-Florida betreibt.

Mehr als 107 Start-ups kommen in der Region Miami-Fort Lauderdale auf 1000 Arbeitgeber. Neun Prozent der erwachsenen Bevölkerung führen ein eigenes Unternehmen. Diese Gründer könnten davon profitieren, dass Investoren aus Silicon Valley mittlerweile 62 Prozent ihres Geldes in Start-ups außerhalb der Gegend stecken.

"Ich glaube, ich würde nicht noch ein Start-up in Silicon Valley gründen", sagte Yelp-Chef Jeremy Stoppelman dem "Economist". Für seinen nächsten Vorstoß werde er nur ein kleines Team in der Bay Area beschäftigen, aber den Großteil der Entwickler und Manager aus anderen Städten anwerben. Auch Megan Quinn vom Risikokapitalunternehmen Spark Capital rät den Gründern, in deren Idee sie investiert, sich anzuschauen, welche Städte höchstens drei Flugstunden von San Francisco entfernt sind und eine Universität haben. "Dort sollten sie so schnell wie möglich ein zweites Büro eröffnen."

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