Donnerstag, 23. Mai 2019

Wo sich immer mehr Start-ups niederlassen Wird Fort Lauderdale das neue Silicon Valley?

Silicon-Valley-Alternativen: Die fünf Metropolregionen mit der höchsten Start-up-Aktivität
REUTERS

2. Teil: Todeszone um Facebook und Google

Im Schatten der großen Silicon Valley-Unternehmen wie Apple oder Facebook ist es schwer für kleine Start-ups zu wachsen. Werden sie nicht gerade von den Tech-Riesen aufgekauft, kann es leicht sein, dass man sie kopiert. Als etwa Snapchat sich nicht von Mark Zuckerberg kaufen lassen wollte, übernahm er das Stories-Konzept kurzerhand für das von Facebook aufgekaufte Instagram. Mache Jungunternehmer sprechen von einer Todeszone rund um die Großfirmen, in der es unmöglich ist, erfolgreich zu werden.

Früher versprachen sich Gründer mit ihrem Geschäftsmodell das große Geld oder zumindest mehr, als sie als regulärer Angestellter verdienen würden. Doch Tech-Giganten zahlen selbst Angestellten in der mittleren Führungsebene ein hohes Gehalt. Durchschnittlich 240.000 Dollar zahlt Facebook für diese Position, Alphabet etwa 200.000 Dollar. Für kleinere Start-ups sind diese Gehälter unerschwinglich.

Viele von ihnen seien dieses Jahr mit der Rekrutierung neuer Mitarbeiter schon um 15 Prozent im Verzug, sagt Mike Volpi von Index Ventures, die in Start-ups investieren. Laut dem Immobiliendienstleister CBRE Group kostet es mehr als 62 Millionen Dollar im Jahr, ein 500 Mitarbeiter-Start-up im Silicon Valley zu führen - fast doppelt so viel wie etwa in Portland oder Atlanta.

Aileen Lee vom Risikokapitalgeber Cowboy Ventures sagte Techcrunch, intern würde viel über die schwierige Personalsuche gesprochen. "Wenn Unternehmen eine gewisse Größe erreichen, kommt es oft vor, dass sie darüber nachdenken umzuziehen oder zumindest den zweiten Standort woanders zu eröffnen. Es ist einfach zu teuer."

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