Sonntag, 19. Januar 2020

Sicher telefonieren Smartphone-App soll Gespräche verschlüsseln

Regierungsbank im Reichstag: Bundeskanzlerin Merkel mit ihrem Handy

2. Teil: Sicherheitsbewusstsein seit NSA-Skandal gewachsen

Schulte-Bockum deutete an, dass Vodafone bei einem Erfolg in Deutschland auch an einer internationalen Vermarktung des Angebots interessiert wäre. Bereits in der ersten Stufe wird der Dienst auch von ausländischen Gesellschaften teilnehmender deutscher Unternehmen genutzt werden können. Auch wenn eine Firma SIM-Karten eines anderen Mobilfunk-Anbieters im Einsatz hat, können diese Geräte eingebunden werden.

Secusmart und Vodafone bauen auf das erhöhte Sicherheitsbewusstsein nach dem NSA-Skandal. Im vergangenen Herbst sorgten Enthüllungen für Aufsehen, wonach ein Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jahrelang vom US-Geheimdienst abgehört worden sein soll. Auch Altkanzler Gerhard (SPD) soll belauscht worden sein. Die Verschlüsselung des betagten, aber für Sprachtelefonie noch viel genutzten Mobilfunk-Standards GSM gilt als brüchig.

Secusmart war im vergangenen Jahr im Tandem mit dem Geräte-Hersteller Blackberry Börsen-Chart zeigen als ein Lieferant abhörsicherer Smartphones für Bundesbehörden ausgesucht worden. Bei diesem Auftrag ist der Secusmart-Dienst für verschlüsselte Telefonate an die Handys des angeschlagenen Smartphone-Pioniers gebunden.

Der zweite Lieferant des Bundes ist die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen mit einem abgesicherten Telefon auf Basis des Galaxy S3 von Samsung Börsen-Chart zeigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dpa-Informationen ein Gerät von Blackberry und Secusmart bekommen.

ts/dpa-afx

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