Zweitgrößtes chinesisches Shoppingfestival Kauflust in China lässt Unternehmen hoffen

Shoppingmall in Peking: Die Einkaufslust in China zieht wieder an

Shoppingmall in Peking: Die Einkaufslust in China zieht wieder an

Foto: Lintao Zhang / Getty Images

In China scheint nach der scheinbar überwundenen Coronakrise die Kauflust der Menschen wieder zu steigen - was auch hierzulande Unternehmen hoffen lässt. Im Zuge des zweitgrößten Shoppingfestivals des Landes 6.18, das von Anfang Juni bis zum 18. 6 läuft, könnte etwa der Onlinehändler Alibaba in einigen Kategorien die Umsätze auf seiner Verkaufsplattform Tmall um 50 bis zu 100 Prozent steigern, wie der chinesische Konzern mitteilte. Auch der chinesische Onlinehändler JD.com berichtete in einigen Segmenten von Umsatzsteigerungen von mehreren Hundert Prozent.

Angefeuert wird die Kauflaune von massiven Rabatten und Live-Verkaufevents sowie von Einkaufsgutscheinen, die in China auch von öffentlicher Hand an die Konsumenten vergeben werden, um den in der Pandemie eingebrochenen Konsum wieder anzufachen.

Auch Adidas und Apple profitieren

Zu den Profiteuren der wieder erwachten Kauflaune gehören auch viele westliche Konzerne. So berichtete etwa Adidas am Donnerstag von gestiegenen Umsätzen in China - und rechnet damit, dass die Region Greater China (inklusive Hongkong, Taiwan und Macau) bereits im zweiten Quartal wieder das Niveau des Vorjahres erreichen kann. Auf dem größten Markt für Adidas war der Umsatz angesichts von Corona im ersten Quartal um 58 Prozent oder 800 Millionen Euro eingebrochen.

Und selbst Apple nutzt - bislang zum zweiten Mal - das Shoppingfestival 6.18 als Gelegenheit, um seine Produkte zu verkaufen. Und diesmal offenbar mit teils massiven Rabatten von zeitweise mehr als 20 Prozent auf einzelne Produkte, wie der US-Sender CNBC berechnete . Und das offenbar mir Erfolg: Laut JD.com haben sich die Apple-Verkäufe am ersten Tag des Einkaufsfestivals, am 1. Juni, gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Alibaba berichtete  in den ersten fünf Stunden der Aktion von einem iPhone-Umsatz von umgerechnet mehr als 62 Millionen Euro.

Auch Luxuslabels wie Cartier, Chanel, Burberry, Balenciaga und Montblanc, die ebenfalls unter den Auswirkungen der Pandemie litten, nutzen das Shoppingfestival als Gelegenheit, verpasste Umsätze nachzuholen.

Viele tun dies über live gestreamte Events, die in China teils Millionen Nutzer auf ihren Geräten verfolgen. Ein Event des Computerherstellers Lenovo auf JD.com beispielsweise verfolgten dem Onlinehändler  zufolge mehr als 1,2 Millionen Zuschauer, was dem Unternehmen einen zweistelligen Millioneneuroumsatz in die Kasse spülte.

mihec
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