Freitag, 23. August 2019

Sheryl Sandberg nach Tod ihres Ehemanns So geht die Facebook-Topmanagerin mit Trauer um

Sheryl Sandberg: Emotionaler Abschied
DPA

Vor einem Monat starb Dave Goldberg, Ehemann der Facebook-Managerin Sheryl Sandberg. In einer emotionalen Nachricht hat sie jetzt über ihre Trauer, ihre Kinder und ihre Wünsche für die Zukunft geschrieben: "Ich will das Leben wählen."

"Ich denke, nach einer Tragödie steht man vor einer Wahl. Du kannst dich in ein Loch fallen lassen; der Leere in deinem Herz, in deinen Lungen nachgeben, die dir deine Fähigkeit zu denken und zu atmen raubt. Oder du kannst versuchen, einen Sinn zu finden."

30 Tage sind vergangen, seitdem Dave Goldberg, Chef des Online-Umfrageinstituts SurveyMonkey, bei einem Sportunfall im Mexiko-Urlaub starb. Nach einer jüdischen Tradition ist damit die Trauerphase Shloshim beendet. Goldbergs Ehefrau Sheryl Sandberg nutzte dieses spezielle Datum, um auf ihrem Facebook-Account einen ausführlichen Beitrag über Goldberg, ihre gemeinsamen Kinder und ihre Trauer zu veröffentlichen. Mehr als 500.000 Menschen klickten bereits auf "Gefällt mir", darunter Mark Zuckerberg und Arianna Huffington.

In den vergangenen 30 Tagen habe sie sich häufig in ein Loch fallen lassen, schreibt Sandberg. Und auch in Zukunft werde es sicher Momente geben, in denen die Leere sie vereinnahmen werde. "Aber wenn ich kann, will ich das Leben wählen und den Sinn." Sie habe in den vergangenen 30 Tagen 30 Jahre gelebt. "Ich bin 30 Jahre trauriger. Ich fühle mich 30 Jahre klüger."

Sie habe nun ein tieferes Verständnis dafür, was es heiße, Mutter zu sein. "So sehr mein Herz auch gebrochen ist - ich sehe jeden Tag meine Kinder an und freue mich, dass sie am Leben sind. Ich weiß jedes Lächeln, jede Umarmung zu schätzen. Ich nehme nicht mehr jeden Tag als gegeben hin." Die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz habe ihr sehr geholfen, schreibt Sandberg. Es sei eine Chance, sich wieder nützlich und verbunden zu fühlen.

Neulich habe es eine Vater-Kind-Veranstaltung gegeben, ein Freund habe einspringen müssen. Sie habe geweint, schreibt Sandberg. "Aber ich will Dave. Ich will Option A", habe sie zu Philip Deutch gesagt. Er umarmte sie und sagte: "Option A gibt es nicht. Also lass uns das Beste aus Option B herausholen."

Am Ende des langen Beitrags wendet sich Sandberg direkt an ihren verstorbenen Mann: "Dave, um dein Andenken in Ehren zu halten und um deine Kinder so großzuziehen, wie sie es verdienen, werde ich alles dafür tun, das Beste aus Option B herauszuholen."

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