Dienstag, 12. November 2019

Recommerce boomt Warum gebraucht plötzlich sexy ist

Secondhand ist in: Kleid aus der Kollektion des Weimarer Labels Vilde Svaner
picture alliance / dpa
Secondhand ist in: Kleid aus der Kollektion des Weimarer Labels Vilde Svaner

3. Teil: Warum Ikea jetzt Gebrauchtmöbel ankauft ....

Einer der aktuellsten Neuzugänge im Recommerce ist Ikea Deutschland. Vom 1. September an können Kunden - zunächst in fünf Pilothäusern - Ware in "einwandfreien bis gutem Zustand" zurückbringen und dafür bis zu 60 Prozent des Einkaufspreises in Warengutscheinen erhalten.

Die Idee, alte Möbel wieder zurückzukaufen sei nach einer Umfrage unter Ikea-Family-Kunden entstanden, erzählt Ikea-Schweiz Sprecher Aurel Hosennen, wo das Rückkauf Programm bereits seit längerem läuft und nun ausgeweitet werden soll.

Jeder hat im Schnitt ein bis zwei ungenutzte Tische zu Hause stehen

Da habe sich gezeigt dass in den meisten Haushalten ein bis zwei ungenutzte Tische im Keller und Dachboden herumstehen und 3 Stühle. Möbel, die zu schade zum wegwerfen sind und nur Platz verbrauchten aber auch nicht wirklich genutzt werden.

Sind sie gut erhalten, können Kunden deren Wert künftig über die Webseite von Ikea ermitteln lassen, bei dem Möbelriesen abliefern, der das Möbelstück dann ohne Preisaufschlag , nur zusätzlich Mehrwertsteuer, in seinen Schnäppchenabteilen namens "Fundgrube" weiterverkauft. Man wolle damit kein Geld verdienen, heißt es bei Ikea. Angesichts der Tatsache, dass die Möbelbesitzer in Warengutscheinen ausbezahlt werden und durch das Angebot in die Läden gelockt, dürfte sich der Recommerce-Vorstoß durchaus für Ikea lohnen.

In der Schweiz ist das Angebot der dortigen Pressestelle zufolge auf Begeisterung gestoßen. Gleich mehrere Tausend Möbelstücke dürften dort bis zum Jahresende den Besitzer gewechselt haben, heißt es.

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