Freitag, 19. Juli 2019

D im Abk.wahn Irre, wie AKK die Republik verschlankt

AKK, Bundesvors. d. CDU

Journalisten sind bisweilen träge und oft nicht besonders kreativ. Aber, man vermutet es ja nicht: Sie sind auch sparsam. Wo führt uns diese Selbstbespiegelung hin? Klar, zu Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein Name, der zäh aus der Tastatur quillt - und deshalb gemeinhin auf AKK verschlankt wird. Was schon mal - siehe Sparsamkeitsthese oben - 23 Zeichen ungeschrieben sein lässt.

Mit dem Akronym hat die neue CDU-Chefin keinerlei Probleme, kann sie gut mit leben. Vor allem mit Blick auf das globale Geschehen, das ja auch für die Union immer wichtiger wird. Wer will denn ausschließen, dass die Partei dermaleinst das Weltkulturerbe bereichert?

Man leidet ja mit, etwa mit den Letten (Annegreta Krampa-Karenbauere), den Iranern (Ann-Geret Keraamp-Karen-Boer), den Chinesen (An-ni-ge-leit-e Ke-lan-pu Ka-lan-bao-er) und erst recht mit den Thailändern, in deren Sprache das Wortungetüm verheißungsvoll mit einem Triple-A-Rating beginnt, das dann allerdings im Verlauf des Radebrechens schwuppdiwupp an Wert verliert (Aaa-ne-keet Kaamp-Kaa-een-bau-aa).

Also lieber AKK? Die Kürzung legt immerhin Assoziationen nahe zu Politstars wie FJS. Und die aufrechte FDP-Politikerin Sabine Leuth… Sie wissen schon…, wäre froh, hätte man sie Zeit ihres Parlamentslebens mit SLS abgekürzt (und nicht mit "Schnarre").

Schlimm nur, dass sich die AKKisierung in einen gesamtgesellschaftlichen (ges.ges.) Abk.wahn ergießt, der nun kaum noch zu stoppen ist.

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