Warnung per Smartphone Corona-App soll noch vor den Sommerferien kommen

Fahrradfahrerin in Berlin

Fahrradfahrerin in Berlin

Foto: Odd ANDERSEN / AFP

Die Entwickler der sogenannten Corona-App zur Eindämmung der Pandemie wollen die Anwendung zur Kontaktverfolgung bis Mitte Juni vor dem Start der ersten Sommerferien in Deutschland auf den Markt bringen. "Wir liegen gut im Zeitplan", sagte ein Sprecher des Walldorfer Softwareanbieters SAP am Montag. Inzwischen sei man bei der Halbzeit angelangt.

SAP arbeitet seit Ende April zusammen mit der Deutschen Telekom an der App, nachdem vorangegangene Initiativen an Streitigkeiten über Speichervarianten scheiterten. Ursprünglich sollte eine solche App in der Bundesrepublik ähnlich wie in Österreich bereits im April verfügbar sein.

Sie gilt als eine wesentliche Hilfe, um Kontakte von an Covid-19-Erkrankten - auch über Landesgrenzen hinweg - aufzuspüren und über notwendige Quarantäne-Maßnahmen zu informieren. Bei der Entwicklung der Corona-App ist die Telekom für die Prozesse rund um Netzwerk- und Mobilfunktechnologie sowie den Betrieb verantwortlich, SAP stellt über eine Plattform die erforderliche Software-Technologie zur Verfügung.

Beide Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst transparent zu arbeiten und veröffentlichen regelmäßig Informationen beispielsweise zur App-Architektur auf der Open-Source-Plattform Github. Inzwischen können SAP und Telekom bei der App-Entwicklung auch auf die dafür nötigen und inzwischen von den Handy-Betriebssystemriesen Google und Apple veröffentlichten Schnittstellen zurückgreifen.

Während Deutschland noch mit der Entwicklung der Corona-Warn-App beschäftigt ist, gibt es eine solche Anwendung laut einer Zählung der Anwaltskanzlei Linklaters inzwischen bereits in 40 Ländern wie beispielsweise Südkorea, Australien und Zypern.

Auch Bahn setzt auf App

Auch die Bahn setzt in der Krise auf mobile-Technologien, um eine Überfüllung der Züge zu vermeiden,. So soll die Bahn-App "DB Navigator" künftig anzeigen, wenn Züge zu mehr als 50 Prozent ausgelastet seien. Dann sollten Fahrgäste auf weniger ausgelastete Züge ausweichen, um Abstände besser einhalten zu können.

rtr/dpa/mihec/rei