Sonntag, 26. Mai 2019

Rocket-Internet entdeckt neue Branche Wo Rocket ein neues Milliardengeschäft wittert

Immobilien, Essen, Mode: Wo Rocket sein Glück sucht
AP/dpa

Onlineshopping, Lieferdienste und Immobilien hat Rocket Internet Börsen-Chart zeigen schon länger als potenziell lukrative Geschäftsfelder auserkoren. In Indonesien ist der Internethändler nun auf ein neues Rendite versprechendes Geschäftsmodell gestoßen: Das internationale Hochzeitsbusiness.

Zusammen mit einer Reihe anderer Investoren (darunter Skystar Capital, Sovereign's Capital und East Ventures) haben sich die Berliner an dem 2014 gegründeten Online-Hochzeitsmarktplatz Bridestory beteiligt.

Das Portal bietet Heiratswilligen Zugang zu mehr als 6000 Anbietern "hochzeitsnaher" Dienstleistungen - von Brautkleidern über Catering bis hin zu Fotografen, Friseuren und Make-up. Ehewillige können dort persönliche Konten einrichten und mit den Anbietern direkt in Kontakt treten und Nachfragen stellen. Anbieter, die auf dem Portal vertreten sein wollen, müssen für die Präsenz zahlen.

Zur Höhe seiner Beteiligung machte Rocket keine Angaben. Dem Start-up zufolge lag die von Rocket angeführten Series A-Runde in der Höhe eines "einstelligen Millionen-Dollar-Betrags".

"Der Hochzeitmarkt geht online und wir sehen hier großes Potenzial", begründete Rocket gegenüber dem "Wall Street Journal" den Einstieg in das neue Geschäftssegment. Neben dem finanziellen Investment will Rocket das Start-up, das in Indonesien mehrere Wettbewerber hat, nach eigenen Angaben auch mit Expertise unterstützen.

Weltweite Expansion geplant

Mit dem Geld will Bridestory expandieren - zunächst in Südostasien und Australien. Danach ist aber auch eine weitere globale Expansion angedacht. Das Geschäft mit Hochzeiten ist extrem lukrativ. Weltweit werden dafür nach Schätzungen des Marktforschers Splendid Insights rund 298 Milliarden Dollar ausgegeben.

Neben dem Hochzeitsmarkt expandiert Rocket aktuell auch in das Geschäft mit Wellness. In Kürze will der Inkubator nach eigenen Angaben ein Portal namens Intspa gründen, über das Kunden Wellness- und Schönheits-Behandlungen buchen können.

Damit ist Rocket auf einem guten Weg, ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Vergangenes Jahr hatte Oliver Samwer das Ziel ausgegeben, 2015mindestens zehn neue Start-ups zu gründen.

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