Alischer Usmanow Reichster Russe verkauft Anteile an seinem Imperium

Russlands reichster Mann, der gebürtige Usbeke Alischer Usmanow, versilbert Anteile an seiner Holding USM. Wer glaubt, die westlichen Sanktionen gegen Russland hätten ihn dazu verleitet, irrt: Usmanow wolle seine Manager belohnen, teilte das Unternehmen mit.
Verkauft Anteile an seiner Holding: Alischer Usmanow, hier auf einem Archivfoto von 2008

Verkauft Anteile an seiner Holding: Alischer Usmanow, hier auf einem Archivfoto von 2008

Foto: AP

Moskau - Russlands reichster Mann reduziert seinen Anteil an seinem Geschäftsimperium. Der Schritt von Alischer Usmanow stehe nicht in Zusammenhang mit den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise, teilte seine Holding USM mit. Er wolle lediglich Manager wie geplant mit Aktien belohnen. Usmanow verkaufe zehn Prozent seiner USM-Anteile zurück an die Gesellschaft. Diese solle die Aktien dann an hochrangige Manager und Mitglieder des Verwaltungsrates weiterreichen. Usmanow bleibe mit 48 Prozent der Stimmrechte aber nach wie vor größter Aktionär.

Weder Usmanow selbst noch eine seiner Firmen stehen auf einer der Sanktionslisten westlicher Staaten. Mit einem Vermögen von 18,6 Milliarden Dollar ist Usmanow dem Magazin "Forbes" zufolge der reichste Mann Russlands. Er hält unter anderem Anteile an Russlands zweitgrößtem Mobilfunkanbieter Megafon.

Reich dank Facebook und VKontakte

Megafon-Chef Iwan Tawrin etwa soll ein USM-Aktienpaket von drei Prozent erhalten. Die Erlöse aus dem Verkauf seiner Anteilsscheine wolle Usmanow sowohl in Russland als auch im Ausland investieren, hieß es in der USM-Mitteilung vom späten Dienstagabend. Da die russischen Aktienmärkte in jüngster Zeit so stark gefallen seien, sei es nun an der Zeit, den Managern Anreize zu geben.

Usmanow gehört zu einem der ersten Investoren bei Facebook. Daneben hat er sich auch bei Apple, Groupon, Twitter, Zalando und chinesischen Internet-Kaufhäusern wie Alibaba engagiert. USM ist zudem der größte Anteilseigner der russischen Internetgruppe Mail.Ru, die wiederum die Mehrheit an dem größten sozialen Netzwerk des Landes, VKontakte, hält.

luk/rtr
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