Mittwoch, 20. November 2019

Der Karriere-Fragebogen von Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann Die Start-up-Idee, die aus dem Keller der Eltern kam

Hat eine Leidenschaft für gebrauchte Designer-Fashion: Cécile Wickmann

In der dritten Folge unserer Podcast-Reihe "Neue deutsche Karrieren" spricht die Gründerin des Online-Modehändlers Rebelle, Cécile Wickmann, über den anstrengenden Weg von der Gründung bis zum Erfolg. Hier ihr Karriere-Fragebogen:

Was machen Sie beruflich?

Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von Rebelle, dem Online-Marktplatz für Secondhand-Designer-Fashion.

Wie kam es dazu?

2013 sollte ich den Keller meiner Eltern von meinen während des Studiums eingelagerten Sachen befreien. Dort stapeln sich insbesondere Kartons mit einst geliebten Kleidern und Accessoires. Ich hatte gerade einen neuen Job angefangen und der Verkauf auf dem Flohmarkt oder über bestehende Online-Portale war mir zu aufwändig und zeitintensiv. Bei der Recherche im Internet habe ich keinen adäquaten Verkaufsservice gefunden, der Privatkunden dabei hilft, gut erhaltene Kleidungsstücke komfortabel zu Geld zu machen. Ich habe sofort die Geschäftsidee gesehen und dann die StyleRemains GmbH gegründet.

Warum sind Sie das immer noch?

Weil ich an unser nachhaltiges Geschäftsmodell glaube und es unglaublichen Spaß macht, Teil und Treiber der digitalen Transformation zu sein.

Wenn Sie das nicht geworden wären oder nicht hätten werden können - wofür würden Sie dann am liebsten arbeiten?

Für ein Produkt oder eine nachhaltige Idee oder ein Konzept, das mich begeistert, wahrscheinlich in der Digitalbranche. Ich bin grundsätzlich eher der Start-up- als Konzern-Typ. Ich hätte mich vielleicht mit etwas anderem selbstständig gemacht.

Wo überlassen Sie nichts dem Zufall?

Bei großen Verträgen.

Was hat Ihre Kindheit geprägt, was Ihre Jugend?

Meine liberalen Eltern, viele Hobbies und meine Auslandserfahrung.

Wann sind Sie am glücklichsten?

Auf dem Land, am Meer und in den Bergen.

Und wann am besten?

Ausgeschlafen, nach einer Runde Morgensport und wenn es richtig eng wird.

Welche drei Dinge sind unerlässlich, damit Sie arbeiten können?

Ein tolles, motiviertes Team und funktionierende Technik.

Ihr größter Erfolg?

Ich hoffe, das ist und bleibt Rebelle.

Wie haben Sie das geschafft?

Harte Arbeit und vor allem Durchhaltevermögen.

Und was war Ihr größter Fehler?

Hundert kleine, aber an einem richtig großen bin ich bisher irgendwie vorbeigekommen.

Was würden Sie gern besser können?

Ich würde wahnsinnig gerne programmieren können und die italienische Sprache beherrschen.

Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?

Immer weitermachen und sich nicht beirren lassen.

Welchen Ihrer Charakterzüge mögen Sie an sich selbst am liebsten?

Meine positive Herangehensweise. Die hilft mir in vielen Situationen.

Ihr Lieblings-Charakterzug bei anderen Menschen?

Offenheit und Aufgeschlossenheit. Ich finde es einfach toll, wenn Menschen völlig ohne Vorurteile auskommen.

Was war Ihr jüngster Lustkauf ?

Ein Kaschmirmantel.

Wovor haben Sie Angst?

Vor schweren Krankheiten.

Was tun Sie dagegen?

Ich versuche gesund zu leben.

Was ist Ihre nächste Herausforderung?

Jetzt erstmal mit Rebelle den nächsten Schritt machen.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

Mit einem guten Essen oder einem Wochenend-Trip aufs Land.

Woran glauben Sie?

Dass der Secondhand-Markt erst seinen Anfang hat und wir alle zukünftig anders konsumieren werden.

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