US-Mobilfunker Preiskampf mit T-Mobile US nagt am Gewinn von AT&T

Auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt hat Telekom-Tochter T-Mobile US einen Preiskampf vom Zaun gebrochen. Der große Konkurrent AT&T konterte zuletzt aggressiv - bekommt jetzt aber die Quittung für günstigere Tarife.
Leidet unter dem kleineren Konkurrenten T-Mobile US: der amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T

Leidet unter dem kleineren Konkurrenten T-Mobile US: der amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T

Foto: Lisa Poole/ AP

New York - Mit günstigeren Tarifen hat der US-Telekomkonzern AT&T viele Handykunden angelockt, zugleich aber seinen Gewinn geschmälert. Im zweiten Quartal gewann das Unternehmen netto mehr als eine Million Vertragskunden hinzu. Das sei der höchste Zuwachs seit fünf Jahren, erklärte AT&T am Mittwoch am Firmensitz in Dallas.

Die Kehrseite: Die günstigeren Preise nagen am Gewinn. AT&T verdiente im Quartal 3,5 Milliarden Dollar (2,6 Mrd Euro) nach 3,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stieg leicht um 2 Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar. Mit den Ergebnissen enttäuschte AT&T die Anleger. Nachbörslich fiel die Aktie um 1 Prozent. Auslöser des Preiskampfs waren neue Tarife der Telekom-Tochter T-Mobile US. Sie rückte von den sonst üblichen Subventionen für Handys ab und senkte im Gegenzug die Gebühren. AT&T zog notgedrungen nach.

AT&T ist zusammen mit Verizon Wireless einer der zwei ganz großen US-Mobilfunkanbieter. Dahinter folgen Sprint und T-Mobile US. Die Telekom-Tochter gilt als Übernahmeziel des japanischen Kommunikationskonzerns Softbank, der bereits Sprint kontrolliert. Zusammen könnten die zwei eine starke Nummer drei bilden.

luk/dpa
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