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40 Milliarden Dollar: Uber ist mehr wert als Deutsche Post oder Eon

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Geiselnahme Uber bietet nach PR-Debakel freie Fahrt aus Sydneys Gefahrenzone

Der Fahrdienst Uber präsentiert sich angesichts der Geiselnahme in Sydney generös und bietet seinen Kunden freie Fahrt aus der City. Dass hier wütende Proteste vorangingen, verschweigt das Start-up allerdings.

Sydney/Hamburg - 100 australische Dollar für eine wenige Kilometer lange Fahrt aus der Innenstadt von Sydney. Zahlreiche Uber-Nutzer, die am Montag angesichts der Geiselnahme aus der Innenstadt von Sydney flüchten wollten, konnten ihren Augen kaum glauben, als sie die App ihnen die zu erwartenden Fahrpreise präsentierte.

Viermal so viel wie sonst, mussten sie für ihre Fahrt aus dem vom Terror gebeutelten Stadtgebiet bezahlen. "Abzocke", "volkommen verrückt", machten die Betroffenen ihrem Ärger über die hohen Fahrpreise Luft , die allerdings nicht einem akuten Gier-Anfall Ubers sondern dem dynamischen Preismodell des Start-ups geschuldet war.

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Terroralarm in Sydney: Café der Angst

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Dessen Prinzip: Je höher die Nachfrage, desto höher die Preise, soll eigentlich bei hoher Nachfrage mehr Fahrer auf die Straßen locken. Bei Szenarien wie der aktuellen Lage in Sydney ist das Prinzip: wer viel zahlt, fährt zuerst allerdings mehr als fragwürdig.

Das merkte nach einem Bericht der US-Blogs Mashable  auch Uber und nutzte den Fauxpas prompt für einen PR-Stunt: Nicht nur, dass alle, die nach der Geiselnahme Mondpreise für die Fahrt aus der Innenstadt gezahlt hatten, ihr Geld zurückbekommen sollen.  Uber kündigte zudem an, dass alle Uber-Fahrten aus dem Betroffenen Innenstadtbereich ab sofort kostenlos seien, um der "Bevölkerung zu ermöglichen, sicher nach Hause zu kommen." "Unsere Gedanken sind mit den Betroffenen und den NSW-Einsatzkräften", hieß es.

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Fahrdienst im Größenwahn: Wie Uber zum meistgehassten Startup wurde

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Paris will Uber Pop doch verbieten

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An anderer Stelle geht der Kampf für Uber indes weiter. Nachdem am Freitag ein Pariser Gericht zunächst gegen ein drohendes nationales Verbot von Uber-Pop entschieden hatte kündigte nun die Regierung an, dass Uber-Pop in Frankreich ab dem 1. Januar verboten sein soll.