Montag, 17. Februar 2020

Neue HBO-Serie "Silicon Valley" gefällt Elon Musk gar nicht

Er hält nichts von Hollywood-Partys: Tech-Superstar Elon Musk

Die neue HBO-Serie "Silicon Valley" nimmt die kalifornische Gründerszene aufs Korn. Das Debüt hat durchaus gute Kritiken in der Start-up-Szene bekommen. Nur einer ist gar nicht glücklich: Elon Musk.

Hamburg - Der US-amerikanische Fernsehsender HBO hat ein turbulentes Wochenende hinter sich. Erst brachen die Server zusammen, weil die Nachfrage der Zuschauer nach der ersten Folge der vierten Staffel der Fantasy-Saga "Game of Thrones" größer war als gedacht. Dann debütierte auch noch die neue Comedy-Serie "Silicon Valley".

Während sich die "Game of Thrones"-Fans bei Twitter Luft machten, waren Valley-Insider mit der neuen Start-up-Serie auf HBO durchaus zufrieden. Nur einer fiel aus der Reihe: Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk. Letzterer sagte dem Branchenblog Re:code zufolge: "In vielen Start-ups geht es wie in einer Seifenoper zu, es ist aber nicht diese Art von Seifenoper."

Besonders den Seriendramaturgen Mike Judge nahm Musk aufs Korn. Judge hatte unter anderem eine Party-Szene in der ersten Folge untergebacht, in der auch Google-Topmanager Eric Schmidt kurz durchs Bild huschte. "Die Partys im Silicon Valley sind großartig, weil niemand sich darum kümmert, wie er gesellschaftlich rüberkommt", sagte Musk. Hollywood hingegen sei ein Ort, wo es den Leuten wichtig sei, wie sie öffentlich wirkten. "Diesen Punkt hat Judge offenbar nicht verstanden."

Judge indes nahm es gelassen. "Ich nehme mir nicht heraus, das Silicon Valley besser zu kennen als er", sagte er gegenüber dem Hollywood Reporter. "Ich gehe davon aus, was ich selber erlebt habe."

Serienproduzent Alec Berg wurde deutlicher. Er glaube, dass die Leute, denen "Silicon Valley" nicht gefallen habe genau jene seien, die die Serienmacher erreichen wollten. "Es scheint so, dass wir unser Ziel erreicht haben, wenn wir diese Leute verärgert haben."

Die erstmals am Sonntag auf HBO ausgestrahlte halbstündige Sitcom wird in der ersten Staffel acht Folgen umfassen. Erzählt wird in "Silicon Valley" die Geschichte einer Gruppe enger Freunde, die sich als Gründer in der kalifornischen Tech-Startup-Szene durchsetzen wollen. Ihr Ziel: Eine Suchmaschine entwickeln, die es Musikern ermöglicht, herauszufinden, ob ihre Songs existierenden Musikstücken zu ähnlich sind. Im Verlaufe der ersten Staffel entbrennt schließlich ein Bieterkrieg zwischen zwei milliardenschweren Valley-Investoren um den hinter der Suchtechnologie stehenden Algorithmus.

Hauptdarsteller der Serie ist Thomas Middleditch, der unter anderem eine Nebenrolle im jüngsten Martin Scorsese-Film "Der Wolf der Wall Street" spielt. Produziert wird das Ganze von Mike Judge ("Beavis & Butthead") und Alec Berg ("Seinfeld").

Geplant sind regelmäßige Gastauftritte der Silicon-Valley-Prominenz, wie zum Beispiel in der ersten Folge vom Google-Co-Chef Eric Schmidt. Ob auch Gastauftritte deutscher Wirtschafts-, Internet- und Infrastrukturminister, Chefredakteure und Berliner Hightech-Gründer eine Option sind, ist bislang nicht bekannt.

In Deutschland wird die Serie noch in diesem Jahr auf dem Bezahlsender Sky Atlantic zu sehen sein, der mit HBO eine Kooperation unterhält. Die Erstausstrahlung ist allerdings nicht vor Juli 2014 geplant.

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