Mittwoch, 17. Juli 2019

US-Hotelriese baut Airbnb-Kopie Marriott will Airbnb in die Schranken weisen

Keine Luftmatratze weit und breit: Airbnb- Luxus-Unterkunft in Südafrika

Lange wurde der Zimmervermittler Airbnb von der Hotelbranche belächelt. Doch seit der Technologiekonzern seine Fänge in immer höhere Preissegmente und mittlerweile auch die Hotelbranche ausstreckt und in den USA bei den Privatbuchungen sogar schon Ketten wie Hilton überholt hat, sind die großen Player aufgewacht. Und versuchen nun verzweifelt zurückzuschlagen.

Während der Reiseanbieter Tui probiert, im Ausflugsbereich mit eigenen Plattformen noch zu retten, was zu retten ist, will mehr als zehn Jahre nach der Gründung Airbnbs nun auch Amerikas größte Hotelkette Marriott ein Konkurrenzprodukt ins Leben rufen, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Auf der Plattform, deren Start für kommende Woche geplant ist und die über die Unternehmensseite erreichbar sein soll, sollen zunächst rund 2000 Luxuswohnungen und Häuser in rund 100 Ländern vertreten sein. Pluspunkt für die Gäste: Sie können auch für die Buchungen über die Plattform ebenso wie bei Buchungen für die übrigen 29 Marken der Kette von Sheraton über W Hotels bis Ritz-Carlton Punkte für das Marriott-Bonusprogramm einsammeln.

Um das Potenzial des neuen Geschäftsmodells abzuschätzen, hatte der weltgrößte Hotelkonzern den Angaben zufolge bereits in Europa eine Art Testlauf veranstaltet. Dabei blieben die Gäste offenbar deutlich länger als bei klassischen Hotelübernachtungen.

Airbnb-Gründer Brian Chesky zeigte sich indes vom Vorstoß Marriotts unbeeindruckt und bewertete diesen als Anerkennung für das eigene Geschäftsmodell. Der Reisebereich habe in etwa die Größe der Ölindustrie und somit Platz für diverse Player, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC.

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