Samstag, 21. September 2019

US-Hotelriese baut Airbnb-Kopie Marriott will Airbnb in die Schranken weisen

Keine Luftmatratze weit und breit: Airbnb- Luxus-Unterkunft in Südafrika

2. Teil: Airbnb-Gäste zahlen im Durchschnitt bereits 100 Dollar pro Übernachtung

Einst als günstige Übernachtungsmöglichkeit für junge Leute gestartet, hat sich Airbnb mittlerweile zu einer Größe im Reisegeschäft entwickelt, die längst nicht mehr nur Billig-Unterkünfte, sondern auch Unterhaltungsprogramme und Dienstleistungen für Gäste und Vermieter anbietet. Inzwischen gäbe der Durchschnittskunde rund 100 Dollar pro Übernachtung aus, erklärte Airbnb-Mitgründer Chesky.

Airbnb-Gründertrio: Joe Gebbia, Nathan Blecharczyk, Brian Chesky (v.l.n.r)

Angesichts der gestiegenen Anforderungen seiner Kunden und angesichts des in Bälde erwarteten IPOs hatte Airbnb seinen Fußabdruck zuletzt massiv erweitert. So sorgte das 2008 gegründete Unternehmen kürzlich mit der Übernahme der beiden Hotel-Buchungsplattformen Oyo und Hotel Tonight für Aufsehen.

Zudem widmet sich Airbnb immer mehr dem Unterhaltungs- und Reisegeschäft und bietet seinen Kunden und Vermietern Concierge-Services sowie Ausflüge an. Zudem will das Unternehmen nun offenbar auch den Transportmarkt aufmischen und hat dazu mit dem früheren Lufthansa COO Fred Reid einen führenden Manager der Transportbranche eingestellt. Vom Geschäft mit Flugtickets will Airbnb allerdings nach eigenen Worten die Finger lassen.

Luxusappartments "made by AirBnB"

Auch im Luxussegment gibt das Unternehmen, das nach den Worten Cheskys noch in diesem Jahr für einen IPO bereit sein soll, momentan stark Gas: Erst vor wenigen Tagen kündigte der Tech-Konzern an, im New Yorker Rockefeller Center zusammen mit einem Immobilienentwickler künftig Luxus-Suiten mit zugehörigen Erlebnis-Packages anbieten zu wollen.

Darauf, dass Airbnb gerade im Luxusbereich enormes Wachstumspotenzial sieht, deutet auch ein weiteres Millionen-Investment des Konzerns bei dem US-Startup Lyric hin. Das Start-up aus San Francisco baut Wohnungen in Luxus-Apartments um. Dort können sich Geschäftsreisende bis zu 200 Tage einbuchen und zudem auch auf Reinigungsservices und weiteren Dienstleitungen zurückgreifen.

Wann genau Airbnb letztlich den Gang an die Börse wagen will, ist indes noch immer unklar. Anders als viele der aktuellen Börsenkandidaten aus der Technologiebranche schreibt Airbnb schon seit längerem schwarze Zahlen und machte alleine 2017 den Angaben zufolge 2,5 Milliarden Dollar Umsatz.

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