Donnerstag, 23. Mai 2019

Nach dem Lyft-IPO Mit roten Zahlen an die Börse - kann das gut gehen?

Kurze Euphorie? Die Gründer John Zimmer (vorn, 3.v.l.) und Logan Green (vorn, 3.v.r.) feiern den Lyft-IPO am 29.3.2019

An der Börse schaut derzeit alles auf Lyft. Das junge Mobilitätsunternehmen aus San Francisco lieferte vergangene Woche einen IPO zum Träumen ab. Seine Aktien konnte der Uber-Konkurrent am oberen Ende der Preisspanne platzieren und dann noch einen steilen Kursanstieg feiern, bevor es steil wieder abwärts ging.

Bemerkenswert war der Börsengang auch, da Lyft im vergangenen Geschäftsjahr ganze 911 Millionen US-Dollar Verlust anhäufte. So viel Geld hat noch kein US-Start-up in dem Jahr vor dem IPO verloren, schreibt die Zeitung "Wall Street Journal".

Dass das Geschäft profitabel sein kann, haben die Player dabei noch nicht bewiesen. Bisher investierten Uber und Lyft massiv in ihre Expansion, Investoren glaubten an die Marktchance. Doch haben die Anleger an der Börse ebenso viel Geduld mit den Geldverbrennern wie die Wagniskapitalgeber?

Aus Angst vor einem Abschwung bereiten aktuell einige Tech-Firmen Börsengänge vor, viele schreiben noch Verluste. Sie könnte ein misslungener Börsengang von Lyft benachteiligen, allen voran den mächtigen Konkurrenten Uber. Das zehn Jahre alte Unternehmen will bald an die Börse und hat zuletzt mehr als 800 Millionen Dollar im Quartal verloren.

Viele Tech-Unternehmen, die in den vergangenen Jahren in den USA und Deutschland mit Defiziten an die Börse gegangen sind, konnten bisher keine Gewinne erzielen. manager-magazin.de zeigt einige der Entwicklungen (Stand 3.4.2015).

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