Freitag, 26. April 2019

Logistik Die Angst der Paketdienste vor Amazon

Logistik: Wie die Paketdienste versuchen, der Päckchenflut Herr zu werden
DPA

3. Teil: Logistiker versuchen Flucht nach vorne

Doch die Bedrohung und der enorme Wettbewerb auf dem Logistikmarkt sorgen dafür, dass die deutschen Anbieter stetig an sich arbeiten. Entscheidend für einen möglichen Einstieg sei, dass "die Paketdienste auf lange Sicht genau die Leistungen anbieten können, nach denen Amazon verlangt", heißt es beispielsweise bei DPD.

Eine Strategie die auch Marktführer DHL verfolgt. "Im Augenblick sehen wir keine Anzeichen, dass Amazon in Deutschland etwas plant", heißt es dort. Aber man sei dennoch auf der Hut, arbeite stetig am eigenen Service, Innovationen und der Zusammenarbeit mit den weniger sprunghaften Geschäftskunden.

Mit einem Angebot wie in Großbritannien könnte Amazon nach Überzeugung Manner-Rombergs hierzulande nicht punkten. Zu groß ist das Netz aus Zehntausenden von Paketshops, bei denen Kunden von DHL, GLS oder Hermes ihre Ware abholen können.Packstationen, Packboxen oder stundengenauer Lieferservice nicht eingeschlossen.

Doch auch hierzulande gibt es Schwachstellen, in die Amazon vorstoßen könnte, glaubt Manner-Romberg. Beispielsweise bei der Lieferung noch am selben Tag.

Amazon liefert auch schon per Fahrrad

Dass Amazon auch hiervor nicht Halt macht, zeigt ein neues Experiment des Onlinehändlers in New York, bei dem Amazon Fahrradkuriere einsetzt, die die Ware laut "Wall Street Journal" innerhalb von ein bis zwei Stunden zu den Kunden nach Hause bringt.

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