Freitag, 3. April 2020

Lakestar sammelt Geld für Europäische Gründer ein Wie Facebook-Investor Klaus Hommels Europas Startups stützt

Klaus Hommels: Der Wagniskapitalgeber will europäischen Startups mit Millioneninvestments bei der Eroberung des Marktes helfen
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Klaus Hommels: Der Wagniskapitalgeber will europäischen Startups mit Millioneninvestments bei der Eroberung des Marktes helfen

Klaus Hommels, erfolgreicher Investor von Facebook Börsen-Chart zeigen, Airbnb , Skype oder Spotify, will europäischen Startups mit weiteren Millionen auf die Sprünge helfen. Zu diesem Zweck hat der Wagniskapitalgeber einen neuen 350 Millionen schweren Fonds aufgesetzt. Das frische Geld, mit dem Hummels auf die 135 Millionen Euro seines ersten Fonds noch einmal kräftig etwas drauf setzt, macht Lakestar zu einem der größten Wagniskapitalgeber in Europa neben Größen wie Accel Partners oder Atomico.

Das Geld für "Lakestar II" kommt neben Hummels eigenem Vermögen aus den USA und China. "Auch mehrere erfolgreiche europäische Startups sind unter den Geldgebern", verriet Hummels manager-magazin.de. Konkrete Namen nannte er allerdings nicht.

Doch offenbar ist das Interesse an Investments in europäische Start-ups hoch. "Die Nachfrage der Investoren war enorm", sagte Hommels. Viele hätten Interesse an einem deutlich größeren Engagement gezeigt. In Presseberichten war von bis zu 600 Millionen Euro die Rede.

Chinesen setzen auf Europa

Auf bestimmte Branchen, in die das Geld von Lakstar II fließen soll, will sich Hummels nicht festlegen. Der Schwerpunkt soll jedoch auf so genannten Series A Finanzierungen liegen - wenn die Unternehmen der Seed-Phase entwachsen sind und die Funktionsfähigkeit ihres Geschäftsmodells bereits unter Beweis gestellt haben. Laut "Financial Times" sollen sie etwa in einer Größenordnung zwischen 500.000 und 50 Millionen Euro liegen.

Die Größe des neuen Fonds begründetet der Wagniskapitalgeber damit, dass sich mittlerweile auch in Europa ein solches Ökosystem ausgebildet habe, dass Unternehmen mit einer Finanzspritze von 20 bis 30 Millionen skalieren und es in ihrem Segment zum europäischen Marktführer bringen könnten. "Vor fünf Jahren gab es diese Möglichkeit noch nicht" - alleine weil es keine Unternehmen gegeben hätte, die für ein solches Investment bereit gewesen wären.

Zu den bisherigen Investments von Lakestar, die neben London und Zürich auch in Berlin vor Ort sind, gehören unter anderem auch Klarna und Zalando.

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