Donnerstag, 27. Juni 2019

Aufsichtsratschef Gu beauftragt Personalberatung Chinesischer Eigentümer fahndet extern nach neuem Kuka-Chef

Schweißroboter von Kuka: Der neue Chef des vom chinesischen Midea-Konzern übernommenen Roboterherstellers soll von außen kommen
picture alliance/Jan Woitas
Schweißroboter von Kuka: Der neue Chef des vom chinesischen Midea-Konzern übernommenen Roboterherstellers soll von außen kommen

Der chinesische Kuka-Haupteigner Midea will die Kuka-Spitze auf Dauer mit einem Kandidaten von außen besetzen. Kuka-Aufsichtsratschef Andy Gu hat bereits im November die internationale Personalberatung Amrop beauftragt, einen neuen CEO für den kriselnden Augsburger Roboterbauer zu finden. Das berichtet das manager magazin. Eine Kuka-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab

Kukas neuer Chef soll mm zufolge ein Ingenieur sein, um Kuka bei innovativen Technologien wieder auf Vordermann zu bringen. Der Roboterbauer war in den vergangenen Jahren im Wettbewerb deutlich zurückgefallen. Auch Kukas finanzielle Lage spitzt sich immer mehr zu, wie mm berichtet. Der langjährige CEO Till Reuter, der am 6. Dezember im Streit mit 95-Prozent-Eigner Midea ausschied, ist gelernter Investmentbanker.

Seither wird Kuka von dem bisherigen Finanzchef Peter Mohnen interimistisch geführt. Kukas Betriebsräte, aber auch Mohnen selbst machen sich Hoffnungen, dass er den Spitzenjob auch auf Dauer ausfüllen darf. Mohnen hatte deshalb kürzlich angekündigt, dass man nach einem weiteren Vorstand mit Technologiekompetenz suchen werde. "Wer dann den Hut aufhat, wird sich zeigen." Nach Informationen des manager magazins bezieht sich die von Amrop gesteuerte Suche jedoch definitiv auf einen neuen CEO.

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