US-Technologie-Konzerne mit Zahlen IBM und Ebay erfreuen die Investoren

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM berichtet von fallenden Umsätzen und steigenden Gewinnen im zweiten Quartal. Bei Ebay lief es genau umgekehrt. Gleichwohl zeigen sich die Investoren in beiden Fällen zufrieden.
Ebay lockt mehr Kunden an

Ebay lockt mehr Kunden an

Foto: Beck Diefenbach/ REUTERS

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM hat sein aufstrebendes Cloud-Geschäft weiter ausgebaut, den Umsatzrückgang in anderen Sparten damit aber nicht ausgleichen können. Insgesamt schrumpften die Erlöse des weltgrößten IT-Dienstleisters im zweiten Quartal um 4,2 Prozent auf rund 19,2 Milliarden Dollar, wie IBM am späten Mittwochabend nach US-Börsenschluss mitteilte.

Während die Cloud-Sparte, also das Geschäft mit Software- und Speicher-Angeboten über das Internet, ihren Umsatz um 5 Prozent steigern konnte, brachen die Erlöse beim traditionellen Verkauf von Hardware um fast 20 Prozent ein. Auch in der Dienstleistungssparte verringerte sich der Umsatz. Der mit Rechnern groß gewordene US-Konzern hatte auch mit einem stärkeren Dollar zu kämpfen. IBM erwirtschaftet mehr als 60 Prozent seiner Erlöse im Ausland.

Trotz des Umsatzrückgangs konnte IBM seinen Nettogewinn in den Monaten April bis Juni um rund 4 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar steigern. Die Aktie von IBM stieg im nachbörslichen Handel um vier Prozent.

IBM bekräftigte seinen Ausblick für 2019, in den allerdings die Auswirkungen der vergangene Woche abgeschlossenenen Übernahme des Unternehmens Red Hat noch nicht einkalkuliert sind. IBM hatte für den Hersteller der als Windows-Konkurrenz bekanntgewordenen Software Linux 34 Milliarden Dollar ausgegeben - so viel wie nie zuvor für einen Zukauf in der 100-jährigen Firmengeschichte. Mit Red Hat will IBM sein Angebot an Abo-Software ausbauen.

Ebay gewinnt Kunden und profitiert von Werbeeinnahmen

Für den Ebay zahlen sich Investitionen in seine Internet-Seiten des aus. Die Zahl der aktiven Käufer stieg im zweiten Quartal um 4 Prozent auf weltweit 182 Millionen, wie das Shopping-Portal ebenfalls am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Unter dem Druck der Konkurrenz von Amazon und Walmart hatte Ebay Geld in die Entwicklung von Produkten und einer einfacheren Nutzung seiner Websites gesteckt.

Gewinn von Ebay bricht um mehr als ein Drittel ein

Mehr als 940.000 Verkäufer buchten von April bis Juni eine neue Reklame-Option für eigene Waren, was Ebay Werbeerlöse von 89 Millionen Dollar bescherte. Insgesamt stieg der Umsatz um knapp 2 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Dollar.

Der Nettogewinn fiel dagegen um fast 37 Prozent auf 403 Millionen Dollar. Doch mit dem etwas darüber liegenden bereinigten Gewinn sowie dem Umsatz übertraf das Unternehmen aus dem kalifornischen San Jose trotzdem noch die Markterwartungen. Zur Freude der Investoren: Aktien von Ebay  legten am Mittwoch in den USA nachbörslich fast 7 Prozent zu.

Die Anleger sahen also offenbar auch darüber hinweg, dass das Volumen der im Berichtsquartal über Ebay verkauften Waren um 4 Prozent sank - auf immerhin noch fast 23 Milliarden Dollar.

rei/Reuters