Montag, 1. Juni 2020

Zum Arbeiten und Spielen Monitore fürs Home Office im Test

Wochenlang zu Hause am Notebook arbeiten? Oder am alten PC-Bildschirm? Lieber nicht: Wir haben Monitore getestet, die mehr Platz bieten, in die Breite gehen oder sich verstecken.

So macht die Arbeit im Heimbüro Spaß: mit einem großen Bildschirm, der Platz und Übersicht bietet
Matthias Kremp/ DER SPIEGEL
So macht die Arbeit im Heimbüro Spaß: mit einem großen Bildschirm, der Platz und Übersicht bietet

Mit der Coronakrise ging für viele Angestellte ein harscher Wechsel der Arbeitsumgebung einher: Statt mit Kollegen am höhenverstellbaren Schreibtisch, arbeiten viele jetzt allein im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder - wenn sie Glück haben - im heimischen Arbeitszimmer.

Viele von ihnen werden ihre Tage zudem am kleinen Notebookbildschirm verbringen, statt am gewohnten Büromonitor. Mit den üblichen 13 oder 14 Zoll ist der für unterwegs vollkommen ausreichend. Aber wer den ganzen Tag Outlook im Blick behalten muss, in Office- und anderen Programmen arbeitet und dabei auch noch seine Chat-Software im Blick haben will, damit man ja keine Nachricht verpasst, wünscht sich bald mehr Platz.

Mit diesem Bildschirm arbeite ich in der Redaktion - und im Homeoffice. Das breite Format des LG 34UM88-P ermöglicht es, bequem mit mehreren nebeneinander geöffneten Programmen zu arbeiten. Neu ist er nicht mehr zu bekommen, gebraucht wird er für 200 bis 240 Euro gehandelt.
Matthias Kremp/ DER SPIEGEL
Mit diesem Bildschirm arbeite ich in der Redaktion - und im Homeoffice. Das breite Format des LG 34UM88-P ermöglicht es, bequem mit mehreren nebeneinander geöffneten Programmen zu arbeiten. Neu ist er nicht mehr zu bekommen, gebraucht wird er für 200 bis 240 Euro gehandelt.

Diesen Platz können einem moderne Bildschirme verschaffen, weil sie schlicht größer sind. Nebenbei ist die Darstellungsqualität vieler externer Monitore besser als die eines Laptop-Bildschirms.

Das Beste an so einem Homeoffice-Monitor aber ist, dass man ihn von der Steuer absetzen kann. Kostet er nicht mehr als 800 Euro, lässt er sich unter den Werbungskosten in einem Stück absetzen, ist er teurer, muss man die Kosten über mehrere Jahre verteilt abschreiben.

Voraussetzungen

Für diesen Test habe ich Bildschirme getestet, die mindestens 27 Zoll groß sind. Die Erweiterung soll sich ja lohnen. Zudem habe ich darauf geachtet, dass sie nicht mehr als 800 Euro kosten, 4K oder eine ähnlich hohe Auflösung bieten und nach Möglichkeit einen USB-C-Anschluss.

Der hat für Nutzer moderner Notebooks den Vorteil, dass er nicht nur die Bildsignale vom Rechner an den Bildschirm überträgt, sondern in umgekehrter Richtung das Notebook mit Strom versorgt. Im Idealfall braucht man also nur zwei Kabel: eines, das den Monitor mit der Steckdose verbindet, und eines vom Monitor zum Laptop.

Gleich der erste Bildschirm, der auf meinem Tisch landete, erfüllte die letzte Anforderung nicht. Denn Samsungs The Space hat nur zwei Anschlussbuchsen: HDMI und Mini-Displayport. Das ist, auch im Vergleich mit den übrigen Kandidaten, mager.

Dass ich ihn dennoch in diesen Test aufgenommen habe, liegt an seiner ungewöhnlichen Konstruktion: Statt eines Standfußes liegt in seinem Karton eine Halterung, mit der man ihn an die Kante des Schreibtisches klemmt. So lässt sich der The Space komplett vom Schreibtisch wegklappen und an die Wand lehnen, wenn man ihn nicht braucht (siehe Bilderstrecke). Das nützt sogar bei meiner Dachschräge etwas und sorgt dafür, dass auf meinem Tisch reichlich Platz ist, um ihn mit anderen Dingen vollzumüllen. Nebenbei ist er für mich während der Testphase eine Art Work-Life-Indikator geworden: Lehnt er an der Wand, ist Feierabend.

Samsung S32R750U
Matthias Kremp/ DER SPIEGEL

LCD Monitor - Samsung S32R750U - 32"

4K - Panel Va - 3840X2160 - 16:9 - 60Hz - 4 Ms - Height Adjustable - Tilt - Colour Black - Ls32R750Ueuxen

497,12 Euro (Stand: 20.04.2020)

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Die 4K-Auflösung schafft reichlich Platz für die verschiedenen Programme, die ich bei der Arbeit nutze. Zudem ist er sehr scharf und spiegelt nicht. Woran ich mich gewöhnen musste: Das getestete 32-Zoll-Modell ist so groß, dass ich mich bewegen muss, wenn ich vom Chatfenster rechts unten zum E-Mail-Programm links oben wechsle. Die 27-Zoll-Variante dürfte da bequemer sein. Sein Stromverbrauch ist mit 45 Watt bei 100 Prozent Helligkeit und 31 Watt bei 50 Prozent Helligkeit für ein Gerät dieser Größe in Ordnung.

Pro: Der The Space bietet eine riesige Arbeitsfläche, ein scharfes Bild, ist reflexionsarm und schnell aus dem Weg geschoben, wenn man den Tisch für etwas anderes braucht.

Contra: Wegen der Montage an der Schreibtischplatte wackelt der Monitor leicht, wenn man am Tisch rüttelt. Ein paar mehr Anschlussbuchsen und ein eingebauter USB-Hub würden nicht schaden.

Preis: ca. 497 Euro

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