Hewlett-Packard Verhandlungen um Standort Rüsselsheim stocken

Der IT-Konzern Hewlett-Packard, der bis 2014 rund 27.000 Stellen weltweit streichen will, hat sich mit seinen deutschen Arbeitnehmervertretern überworfen. Nun soll ein Richter entscheiden, wie es mit dem schließungsbedrohten Standort Rüsselsheim weitergeht.
Hewlett-Packard-Logo: Weltweiter Arbeitsplatzabbau trifft auch Deutschland

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Foto: DPA

Rüsselsheim/Böblingen - Die Verhandlungen beim US-Konzern Hewlett-Packard (HP) über die Schließung des Standorts Rüsselsheim sind ins Stocken geraten. In der kommenden Woche soll eine Einigungsstelle unter einem Arbeitsrichter die Arbeit aufnehmen, sagte Johannes Katzan von der IG Metall am Freitag.

Derzeit lägen die Vorstellungen von Arbeitnehmervertretern und Management noch "Welten auseinander". Die Geschäftsleitung halte nach wie vor an ihren Plänen fest, den Standort mit gut 1100 Mitarbeitern zu schließen. 850 Stellen sollen ganz gestrichen werden, etwa 250 IT-Spezialisten können zu Opel zurückkehren. Betriebsräte und Gewerkschafter fordern eine Perspektive für alle Beschäftigten.

Daimler, VW und Co. stellen sich hinter die HP-Belgeschaft

Mitte Juni hatten sich Betriebsratsvorsitzende von Daimler , Volkswagen Vz. , Bosch, Opel und Porsche  - allesamt Kunden von HP - in einer Erklärung hinter die Belegschaft des IT-Konzerns gestellt. Dieser schlossen sich nun auch die Arbeitnehmervertreter von Siemens und Continental Teves sowie Continental Automotive an.

In dieser Woche berichtete das manager magazin darüber hinaus von den Plänen der Zentrale in Palo Alto, noch mehr Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. So sei gegenüber dem deutschen Management der Wunsch geäußert worden, weitere 100 bis 200 Stellen in der deutschen Landesgesellschaft zu streichen, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens.

krk/dpa
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