Mittwoch, 19. Juni 2019

Suchmaschine sucht Übernahmechancen Googles Kaufkasse schwillt auf mehr als 61 Milliarden Dollar an

Hat das Zeug, Ansagen zu machen: Google-Chef Larry Page

Der Internet-Konzern Google schafft erneut eine Umsatzrendite von mehr als 20 Prozent. Die Kaufmöglichkeiten werden damit fast grenzenlos.

Google wird dank der Werbemilliarden immer reicher. Am Ende des zweiten Quartals hatte der Konzern 61,2 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 45,2 Milliarden Euro, in der Kasse, etwa 2,5 Milliarden Dollar mehr als vor drei Monaten. Google Börsen-Chart zeigen macht den größten Teil seines Geldes mit gesponserten Klicks bei seiner Suchmaschine, grafischen Werbeanzeigen auf Websites sowie Werbespots auf seinem Portal Youtube.

Die prall gefüllte Kasse ermöglicht dem Konzern über Zukäufe weiter in verwandte oder neue Geschäftsgebiete vorzudringen. Jüngst hatte Google etwa den Haus-Ausrüster Nest gekauft. "Google hatte ein großartiges Quartal", sagte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag am Firmensitz in Mountain View. Er zeigte sich auch für die Zukunft optimistisch gestimmt wegen eines "tollen Laufs bei den Produkten". Dank des Smartphone- und Tablet-Betriebssystems Android ist Google eine Macht in der mobilen Welt.

Allerdings muss der Konzern künftig ohne Topmanager Nikesh Arora auskommen, bislang Chief Business Officer und damit eine der wichtigsten Figuren bei Google. Er verlässt den Konzern aus dem Silicon Valley nach zehn Jahren, um beim japanischem Kommunikationskoloss Softbank das Internet- und Medien-Geschäft zu leiten.

Arora hinterlässt gute Geschäftszahlen: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz dank des Werbeplus' um 22 Prozent auf 16,0 Milliarden Dollar. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf unter dem Strich 3,4 Milliarden Dollar. Google-Aktien legten im nachbörslichen Geschäft um knapp 1 Prozent zu

dpa-afx/soc

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