Samstag, 16. November 2019

Dropcam-Übernahme Google dringt tiefer in Privatwohnungen vor

Googles Übernahmen: Die Megadeals des Internetkonzerns
DPA

Der IT-Riese Google übernimmt mit seiner Thermostat-Tochter Nest das Start-up Dropcam für 555 Millionen Dollar. Dropcam stellt kleine Überwachungskameras für den Privatgebrauch her.

Bangalore - Im Rahmen der Strategie zur Erweiterung seiner Geschäftsfelder will der Internetkonzern Google Börsen-Chart zeigen ein junges Unternehmen kaufen, dass Technik zur Überwachung von Wohnungen anbietet. Das Technik-Blog "Re/code" berichtete, die Google-Tochter Nest Labs werde das Startup Dropcam für rund 555 Millionen Dollar übernehmen. Nest und Dropcam bestätigten die Übernahme in verschiedenen Blogs, nannten aber keinen Preis. Google äußerte sich nicht dazu.

Neben Hardware-Kameras bietet Dropcam auch einen Cloud-Service an, mit dem Nutzer ihre Videos im Netz speichern können. Für Videomaterial von der Länge einer Woche berechnet Dropcam dem Bericht zufolge 99 Dollar jährlich. Zahlen zu Umsatz und Gewinn nennt das Unternehmen nicht.

Google expandiert intensiv in neue Geschäftsfelder. Kürzlich stellte es den Prototypen eines fahrerlosen Autos vor, letzter Zukauf vor Dropcam war die Satellitenfirma Skybox.

Anfang des Jahres kaufte Google für 3,2 Milliarden Dollar das Unternehmen Nest, das intelligente Systeme zur Temperaturregelung in Gebäuden sowie Rauchmelder herstellt. Das Geschäft gilt als Einstieg Googles in den Markt "intelligenter Häuser".

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" will Google außerdem in ein neues Unterseekabel zwischen Japan und den USA investieren. Internetfirmen setzen verstärkt auf private Kabelnetze, bei denen sie im Gegensatz zu öffentlichen Kabeln selbst über die Art der Nutzung, die Bandbreiten und die Zugänge bestimmen können.

ts/rtr

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