Montag, 9. Dezember 2019

Facebook-Währung Libra Logo-Ärger bei Facebooks digitaler Geldbörse

Libra-Logo: Das an das Libra-Design angelehnte Logo für die digitale-Libra-Geldbörse von Facebook sorgt für Ärger

Die neue Facebook-Währung Libra ist noch keine Realität - trotzdem sorgt sie bereits für reichlich Schlagzeilen. Neben Kritik und Sorgen, was die Währung für das internationale Finanzsystem bedeuten könnte, sind es auch ganz irdische Dinge, die aktuell für Ärger sorgen - zum Beispiel das Logo von Calibra, dem Unternehmen, das hinter der Facebook-Währung steht. Und das Logo für dessen digitale Geldbörse, in dem die Libra-Währung gespeichert werden soll.

Anders als die Währung selbst, deren Logo aus drei Wellen (oder so genannte "Tilden") samt Libra-Schriftzug besteht, setzt das Unternehmen dahinter, Calibra, auf nur eine Welle/Tilde. Wegen dieses Logos, das der Konzern in der vergangenen Woche bei seinem Ausblick auf das geplante Digitalgeld vorstellte, gibt es Probleme mit einem Start-up: Dem US-Fintech-Current.

Wie Current in einem Twitter-Post darlegte, ähneln sich das Logo von Current und Calibra frappierend. Beide nutzen eine von einem Kreis umschlossene Welle oder sogenannte "Tilde". Current in mehreren Farben, Libra in Lila. "Das passiert, wenn man nur einen Stift übrig hat", twitterte Current als Reaktion auf die Vorstellung des Libra-Logos.

Laut einem "Fortune"-Bericht haben beide Unternehmen offenbar auf die Hilfe derselben Design-Agentur gesetzt, die sich zu dem Verwechslungsvorwurf allerdings nicht äußern wollte.

Current-CEO Stuart Supp, ein ehemaliger Morgan-Stanley Banker, glaubt nicht, dass die Logoähnlichkeit ein Versehen seitens der Designagentur war, und will nun untersuchen, ob Facebook mit seinem Libra-Logo mögliche Markenrechte verletzt. "Ich will nicht, dass durch die ähnlichen Logos Verwechslungsgefahr für die Kunden besteht", zitierte ihn "Fortune". Mit einem Millliardenbudget wie es Facebook zur Verfügung habe, sei eine Logo-Verwechslung wie die nun bestehende vermeidbar gewesen, ärgert sich Supp.

Bitcoin steigt über 11.000 Dollar: Cyberwährung auf 15-Monats-Hoch

Allerdings dürfte der Logo-Streit dem Fintech-Start-up auch ungewohnte Aufmerksamkeit bescheren. Das könnte sich für Current zumindest nach Ansicht eines Twitter-Nutzers womöglich sogar lohnen. "Es ist dein Glückstag! Großer Scheck unterwegs ", twitterte dieser. "Ich wünschte mir, sie hätten gegen eines meiner Markenrechte verstoßen. "

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung