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Bücher lesen, Chinesisch lernen, Tiere töten: Das waren Zuckerbergs "Challenges" in den letzten Jahren

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Jährliche "Challenge" des Facebook-Gründers Rundreise durch USA - so will sich Mark Zuckerberg 2017 selbst verbessern

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Bücher lesen, Chinesisch lernen, Tiere töten: Das waren Zuckerbergs "Challenges" in den letzten Jahren

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat es sich zur Gewohnheit gemacht, jedes Jahr eine große Herausforderung anzugehen. Oder wie es neudeutsch heißt: eine "Challenge". Auf diese Weise will Zuckerberg eigenen Angaben zufolge Neues lernen und über seine Arbeit hinauswachsen.

In den vergangenen Jahren bestanden Zuckerbergs "Challenges" beispielsweise darin, binnen zwölf Monaten 25 Bücher zu lesen oder die chinesische Sprache Mandarin zu erlernen. Seit Dienstag weiß die Welt nun auch, was sich der Unternehmer und Multimilliardär für 2017 vorgenommen hat: In diesem Jahr will Zuckerberg durch die USA reisen und am Ende in allen 50 Bundesstaaten mit Menschen gesprochen haben.

Weil er in der Vergangenheit bereits ein wenig herumgekommen ist, muss Zuckerberg zu dem Zweck allerdings nicht mehr das gesamte Land bereisen. Er brauche nur noch 30 Staaten, um seine Herausforderung zu beenden, schrieb Zuckerberg am Dienstag auf seiner Facebook-Seite.

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Auch die Hintergründe, die bei der Wahl seiner diesjährigen Planung eine Rolle gespielt haben, nennt der Facebook-Chef in seinem Post. Er habe das Gefühl, die Welt befinde sich an einem Wendepunkt der Geschichte, so Zuckerberg. Die Technologisierung und Globalisierung der vergangenen Jahre habe zwar viele Vorteile. Gleichzeitig sei jedoch auch das Gefühl der Spaltung der Gesellschaft stärker geworden. Das müsse geändert werden, so Zuckerberg.

Im Klartext heißt das wohl: Facebook-Chef Mark Zuckerberg reagiert auf die Entwicklung in den USA, wo der Populist Donald Trump im vergangenen Jahr mit Stammtischparolen und simplen Botschaften völlig überraschend die Präsidentschaftswahl gewinnen konnte. Beobachtern zufolge erhielt Trump dabei viel Zuspruch von Wählern, die sich selbst als abgehängt und als Verlierer der Globalisierung und des Fortschritts sehen.

Gleichzeitig dürfte Zuckerbergs geplante Reise im Zusammenhang stehen mit der Kritik, die im Rahmen von Trumps Wahlsieg gegen Facebook selbst vorgebracht wurde. Falschinformationen, sogenannte Fake-News, die im Wahlkampf auf dem Netzwerk kursierten, hätten dem New Yorker Immobilienmogul bei seinem Triumph geholfen, heißt es. Zuckerberg hatte diesen Vorwurf zwar bereits als "irre Idee" abgetan. Ende 2016 publizierte Facebook jedoch bereits einige Maßnahmen, mit denen das Unternehmen künftig angeblich gegen solche Fake-News vorgehen will.

Zudem könnte Zuckerbergs geplante US-Reise ein erster Schritt zu einer möglichen Politikkarriere sein. In der Vergangenheit hatte der Facebook-Chef bereits deutlich gemacht, dass ihm an politischer Einflussnahme sehr gelegen ist. Nach Angaben der britischen Zeitung "Guardian" war zudem in einem Gerichtsverfahren im Dezember bekannt geworden, dass Zuckerberg mit Facebook-Managern bereits über die Frage gesprochen hat, wie er politisch aktiv sein könnte, ohne die Kontrolle über sein Unternehmen zu verlieren.

Nicht zuletzt weist womöglich auch ein Interneteintrag Zuckerbergs von Ende 2016 auf mögliche politische Ambitionen des Facebook-Chefs hin. Nachdem er sich früher als Atheist bezeichnet hatte, gab Zuckerberg in einem Post auf die Frage eines Nutzers nun an, er sei jüdisch erzogen worden und glaube inzwischen, dass Religion sehr wichtig sei. Vermutlich ist sich Zuckerberg darüber im Klaren, dass in den USA kaum jemand Erfolg in der Politik haben kann, der sich selbst als Atheist bezeichnet.

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