Mittwoch, 13. November 2019

Facebook sichert sich La-Liga-Rechte Warum Tech-Riesen Millionen für Sportrechte hinblättern

Siegesfeier: Barcelona feiert den Gewinn des la Liga Pokals gegen Real Sociedad San Sebastian
imago/ Action Plus
Siegesfeier: Barcelona feiert den Gewinn des la Liga Pokals gegen Real Sociedad San Sebastian

Was Livestreams angeht, war die diesjährige Fußball-WM eine absolute Rekordveranstaltung. Laut dem Streaming-DienstleisterConviva, der unter anderem für Fox, NBC, Hulu und Sky arbeitet, schauten schon über diese Dienste alleine mehr als 34,9 Millionen Menschen das Finale. Den Sieg England gegen Tunesien versuchten alleine bei der BBC rund drei Millionen Menschen zu streamen - während 18,3 Millionen vor den Fernsehern zuschauten.

Zahlen, die zeigen welche Bedeutung Streaming-Kanäle vor allem im Sport mittlerweile eingenommen haben. Und die Konzerne wie Facebook , Amazon, Google und Twitter immer mehr nutzen - und dabei klassichen Pay-TV-Anbietern das Feld streitig machen.

Wieviel Musik für die sozialen Netzwerke in Sportübertragungen liegen, zeigt ein gerade bekannt gewordener Millionen-Deal von Facebook. Das Soziale Netzwerk sicherte sich gerade für die nächsten drei Jahre die Exklusivrechte der spanischen La Liga für acht asiatischer Länder, einschließlich Indien und Pakitstan. Wie viel sich Facebook die Rechte kosten ließ, wurde nicht kommuniziert. Beim letzten Verkauf 2014 hatte sich Sony das Rechtepaket 32 Millionen Dollar kosten lassen.

Facebook, Amazon & Co. kaufen Sportrechte für Millionen auf

Es ist nicht der erste Sportrechte-Deal, den Facebook schließt. Wie Amazon, Twitter und auch Google hat das soziale Netzwerk schon vor einiger Zeit begonnen, sich die für seine Nutzer attraktiven Sportrechte zu sichern und über seine Plattformen anzubieten. Und den klassischen Pay-TV-Anbietern so Konkurrenz zu machen, für die genau diese Deals zur Kundengewinnung - und -haltung enorm wichtig sind.

Finanziell haben die klassischen Pay-TV-Konzerne den meisten Großen schon lange nichts mehr entgegen zu setzen. Während Facebook Börsen-Chart zeigen, das alleine im abgelaufenen Quartal fast fünf Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete, aus dem Vollen schöpfen kann.

Facebook mit 270 Millionen Nutzern alleine in Indien hat indes genug Anreiz, seinen Nutzern derartige Schmankerln zu bieten. Zum einen, um seine monatliche Nutzerbasis von mehr als 2,2 Milliarden Menschen weiter zu steigern. Zum anderen dürften sich auf lange Sicht damit gutes Werbegeld verdienen und wertvolle Daten generieren lassen.

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