Samstag, 24. August 2019

Oculus VR Facebook kauft Datenbrillen-Entwickler

Datenbrille: Zuckerberg wittert die "sozialste Plattform aller Zeiten"

Der Whatsapp-Deal ist gerade erst über die Bühne, da blättert Facebook-Chef Mark Zuckerberg Milliarden für den Datenbrillen-Entwickler Oculus VR hin. Zuckerbergs Vision: das "sozialste Netzwerk aller Zeiten" erschaffen.

Menlo Park - Nach der Übernahme von WhatsApp hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg den nächsten milliardenschweren Zukauf eingefädelt. Er blättert insgesamt bis zu 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) für Oculus VR hin, einen Spezialisten für Datenbrillen, mit denen sich virtuelle Welten darstellen lassen.

"Mobile Geräte sind die Plattform der Gegenwart; wir bereiten uns auf die Plattformen der Zukunft vor", begründete Zuckerberg den Zukauf. "Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren."

Das junge Unternehmen hatte zuletzt mit seiner Datenbrille "Oculus Rift" für Schlagzeilen gesorgt, die im Sommer erscheinen soll. Die Entwicklung des Geräts und der dahinterliegenden Plattform soll auch unter der Ägide von Facebook weitergehen.

Zu den Rivalen gehört der japanische Elektronikriese Sony Börsen-Chart zeigen mit seinem "Project Morpheus". Nutzer der Playstation 4 können sich mit dieser Brille in die virtuelle Spielewelt einklinken.

Zuckerberg erklärte auf Facebook, es gebe noch jede Menge weitere Anwendungsmöglichkeiten für Datenbrillen über das Spielen hinaus. Sportfans könnten sich die besten Plätze im Stadion sichern, virtuelles Lernen würde verbessert oder Konversationen mit dem Arzt. Man fühle sich "wahrhaft anwesend".

Facebook zahlt für Oculus VR 400 Millionen Dollar in bar und etwa 1,6 Milliarden Dollar in eigenen Aktien. Hinzu kommen später bis zu 300 Millionen Dollar, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Die im Februar verkündete Übernahme des Kurznachrichten-Dienstes WhatsApp war insgesamt 19 Milliarden Dollar schwer. Zu den weiteren großen Zukäufen von Facebook gehört die Foto-Plattform Instagram.

Die Aktie von Facebook Börsen-Chart zeigen schloss 0,8 Prozent leichter bei 64,36 Dollar.

Oculus VR soll im kalifornischen Irvine beheimatet bleiben und damit nicht in die Firmenzentrale von Facebook nach Menlo Park umziehen. Zuckerberg hatte zuvor auch WhatsApp größtmögliche Eigenständigkeit zugesagt.

ts/dpa-afx

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