Dienstag, 10. Dezember 2019

Heftige Facebook-Krise, aber nur zögerliche Worte vom CEO Wo ist eigentlich Mark Zuckerberg? Er schreibt einen Post

Seit Tagen stumm und unsichtbar: Facebook-CEO Zuckerberg

2. Teil: Der Kardinalfehler des Mark Zuckerberg

Facebook hat sich per Mitteilung zwar recht rasch "entrüstet" über die offensichtliche Verwendung der Daten geäußert. Zudem behauptet das Unternehmen, von Cambridge Analytica "betrogen" worden zu sein. Den Skandal konnte der Konzern damit bislang aber nicht aufhalten.

Im Gegenteil: Den Berichten zufolge wusste Facebook schon im Jahr 2015 von dem massiven Abfischen der Nutzerdaten - doch der Konzern reagierte offenbar nur halbherzig. Facebook habe damals die mehr als 50 Millionen betroffenen Nutzer nicht informiert und auch "nur begrenzte Schritte" ergriffen, die Nutzerdaten zurückzuholen und abzusichern, heißt es im "Observer".

Die Tatsache, dass der Sicherheitschef des Unternehmens, Alex Stamos, im Zusammenhang mit dem Datenskandal in diesen Tagen - offensichtlich im Unfrieden - seinen Abgang angekündigt hat, trägt ebenfalls nicht zur Beruhigung der Lage bei.


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Der Schaden, der Facebook angesichts der Enthüllungen entstanden ist, ist vielmehr bereits immens: Der Aktienkurs brach ein, womit der Marktwert des Unternehmens gleichzeitig um rund 50 Milliarden Dollar sank. Einige Aktionäre haben gegen Facebook Börsen-Chart zeigen inzwischen Klage eingereicht, weil sie sich durch die zurückhaltende Informationspolitik des Konzerns getäuscht sehen.

Hinzu kommen Untersuchungen, die Behörden sowie Staatsanwälte in den USA und Großbritannien eingeleitet haben, sowie Parlamente und andere politische Gremien in verschiedenen Ländern - darunter Deutschland -, die von dem Unternehmen sowie zum Teil von Firmenchef Zuckerberg persönlich Rechenschaft verlangen wollen.

Alles in allem ist es also wohl so etwas wie ein perfekter Sturm, in dem sich Facebook und sein 33jähriger CEO derzeit befinden.

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