Mittwoch, 16. Oktober 2019

Konspiratives Treffen im Silicon Valley Warum Mark Zuckerberg sich mit einem Abgesandten von Donald Trump traf

Mark Zuckerberg: Her über Facebook

Das hatte gesessen - Facebook habe in den USA Nachrichten mit konservativem Blickwinkel unterdrückt, hieß es. Dabei wolle das Netzwerk doch Ideen jeder Herkunft Raum geben. Entsprechend kroch Chef und Gründer Mark Zuckerberg zu Kreuze und traf sich a Mittwoch mit Politikern und Journalisten aus dem rechten politischen Spektrum. Und räumte freimütig ein, dass es in dem Lager Zweifel daran gebe, dass Facebook Inhalte gleichberechtigt behandle.

Das sei von nun an Chefsache, schrieb Zuckerberg in einem Facebook-Eintrag. Es sei wichtig, dass das weltgrößte Online-Netzwerk eine Plattform für alle Ideen bleibe.

In dem Treffen in Facebooks Hauptquartier im kalifornischen Menlo Park nahmen US-Medienberichten zufolge bekannte konservative Journalisten wie Glenn Beck oder Dana Perino teil sowie ein Wahlkampf-Koordinator von Präsidentschafts-Anwärter Donald Trump und diverse Aktivisten.

Die 16 Besucher hätten auch eine Tour durch das neue Facebook-Hauptgebäude und eine Demonstration der Brille Oculus Rift zum Eintauchen in virtuelle Realität bekommen, schrieb die "New York Times".

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"Das Silicon Valley hat den Ruf, liberal zu sein", gab Zuckerberg zu.

Er selbst hatte jüngst Politiker kritisiert, die Mauern bauten wollten, was in den USA als Attacke auf Trump aufgefasst wurde, der von einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gesprochen hatte. Da kam es Zuckerberg zupass, dass Facebooks Top-Manager für politische Fragen, Joel Kaplan, ein Republikaner ist - und das Treffen am Mittwoch kurzerhand organsierte.

got/dpa-afxp

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