Donnerstag, 28. Mai 2020

EU-Gericht Microsoft durfte Skype übernehmen

Skype-Logo: Der Integratoin des Telefondienstes ins Microsoft-Portfolio steht nun nichts mehr im Wege

Laut Urteil des EU-Gerichts war die Übernahme Skypes durch Microsoft mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar. Damit hat Europas zweithöchstes Gericht die Klage des weltgrößten Netzwerkanbieters Cisco abgewiesen.

Brüssel - Die milliardenschwere Übernahme des Internetdienstes Skype durch Microsoft ist mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar. Zu diesem Schluss kam das zweithöchste EU-Gericht am Mittwoch und wies damit eine Klage des weltgrößten Netzwerkanbieters Cisco ab.

Der Konzern hatte argumentiert, dass Microsoft Börsen-Chart zeigen mit dem 8,5 Milliarden Dollar schweren Kauf 2011 eine marktbeherrschende Stellung bei der Telefon- und Videokommunikation via Internet erlange. Die EU-Kommission habe es bei ihrer Genehmigung der Übernahme versäumt, dem US-Konzern Zugeständnisse abzutrotzen.

Dem EU-Gericht zufolge hat Cisco aber nicht nachweisen können, dass der Wettbewerb im Bereich der Videokommunikation durch den Kauf beeinträchtigt wird. Telefonieren über das Internet sei ein junger und expandierender Sektor, in dem ein hoher Marktanteil schnell wieder verloren gehen könne. Immer mehr Internetnutzer steigen auf die kostenlosen Angebote im Netz um und schmälern damit die Gewinne klassischer Telekommunikationskonzerne.

Cisco Börsen-Chart zeigen hatte zusammen mit dem italienischen Skype-Rivalen Messagenet geklagt. Beide können die Übernahme jetzt noch vor dem Europäischen Gerichtshof anfechten.

Siehe auch: EU-Gericht besiegelt Ciscos dreifache Niederlage

krk/rtr

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