Freitag, 26. April 2019

Elektrische Tretroller Milliardenbewertete Scooter-Start-ups - so kämpfen Uber und Lyft um den Markt

Die elektrischen Lime-Scooter in Paris

2. Teil: In Deutschland könnten die Roller noch dieses Jahr erlaubt werden


Die Stadtverwaltung reagiert damit auf das Chaos, das die E-Scooter verursacht haben. Denn Lime, Spin und Bird hatten ihre Roller ohne Erlaubnis auf die Straßen gestellt und die Gehwege geflutet.

Mit den Millionen auf dem Konto geht Lime nun neue Expansionswege: nach Europa. Das Start-up hat bereits Tausende Roller nach Paris gebracht. Ob sich der Service durchsetzen kann, bleibt offen. Zehn Minuten auf dem E-Scooter kosten 2,50 Euro und sind damit teurer als ein Metroticket.

In Deutschland ist das Hindernis für die Anbieter grundlegend: Die Gefährte sind im Verkehr gar nicht erlaubt. Die elektrischen Roller gelten als Kraftfahrzeug und müssen deswegen zugelassen werden. Allerdings passen sie in keine der bestehenden Kategorien für Fahrzeuge.

Um das Problem zu lösen, prüft das Bundesverkehrsministerium seit einiger Zeit neue Regelungen. "Eine Verordnung ist noch für 2018 geplant", heißt es jetzt von der Behörde gegenüber manager-magazin.de. In einem ersten Schritt sei vorgesehen, dass bestimmte kleine Elektrofahrzeuge mit Lenkstange künftig mit bis zu 20 km/h auf Radwegen fahren dürften.

Das könnte die Trend-Roller tatsächlich bald im großen Stil nach Deutschland bringen - und dafür sorgen, dass sie neben die zahlreichen Leihräder auf die Bürgersteige gequetscht werden.

Damit wären die Scooter-Anbieter übrigens weiter als Lyft und Uber selbst. Lyfts Service ist in Deutschland nicht zu haben, Uber kämpfte jahrelang gegen Gerichte und konnte sich bisher am Markt nicht durchsetzen.

Seite 2 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung