Mittwoch, 21. August 2019

Fusion der Mobilfunker Warum John Legeres Plan diesmal aufgehen könnte

Sprint-CEO Marcelo Claure (l.) und T-Mobile CEO John Legere werben in einem Video für die Fusion
t-mobile/youtube
Sprint-CEO Marcelo Claure (l.) und T-Mobile CEO John Legere werben in einem Video für die Fusion

7. Teil: Was bedeutet der Deal für Deutschland?

Was bedeutet der Deal für die Deutsche Telekom?

Sollte der Deal durchgehen wird der ehemalige Staatskonzern noch amerikanischer als er bereits ist. Schon jetzt trägt T-Mobile rund die Hälfte zum Konzernergebnis bei.

Zudem steht zu befürchten, dass sich zumindest vorübergehend das Rating der deutschen Konzernmutter wegen des Deals verschlechtert.

Denn das Projekt kostet zunächst viel Geld. Die Telekom rechnet mit 15 Milliarden Dollar (rund 12,3 Milliarden Euro) Kosten für den Zusammenschluss. Geld, das nach drei Jahren durch Synergien wieder hereingeholt werden soll. Jährlich sollen die Kosten durch die Fusion demnach um sechs, insgesamt um mehr als 43 Milliarden Dollar sinken. 2021, so Höttges, soll die Verschuldung denn auch wieder auf das konzernübliche Maß zurückfallen.

Am Breitbandausbau in Europa will die Telekom nach eigenen Angaben aber festhalten. "Die Investitionszusagen für die Glasfaser, die wir in Europa angekündigt haben und geplant haben, können solide umgesetzt werden", erklärte Höttges am Montag in einer Telefonkonferenz.

Auf die Gewinnprognose und die Dividendenaussage der Telekom für das laufenden Jahr soll die Fusion, die 2019 abgeschlossen sein soll, erst einmal keine Auswirkungen haben.

Was passiert, wenn die Fusion noch scheitert?

Dann ist viel Arbeit, Energie und Geld verloren - eine Breakup-fee wurde aber nicht vereinbart. Und die Suche nach einem neuen Partner beginnt.

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