Freitag, 23. August 2019

Fusion der Mobilfunker Warum John Legeres Plan diesmal aufgehen könnte

Sprint-CEO Marcelo Claure (l.) und T-Mobile CEO John Legere werben in einem Video für die Fusion
t-mobile/youtube
Sprint-CEO Marcelo Claure (l.) und T-Mobile CEO John Legere werben in einem Video für die Fusion

5. Teil: Wieso sollte die Fusion jetzt durchgehen?

Wieso sollte die Fusion jetzt durchgehen, wo sie doch in der Vergangenheit an den Bedenken der Wettbewerbshüter scheiterte?

Sprint und T-Mobile argumentieren, dass sich die Wettbewerbssituation im vergangenen halben Jahr massiv geändert hat, weil mit Comcast und künftig auch Charter neue Player auf den Wireless-Markt gekommen sind oder kommen wollen. Mittlerweile seien es nicht mehr die vier großen Telekommunikationsanbieter, argumentierte Sprint-Chef Marcelo Claure. "Es sind die großen sieben oder acht."

Bei ihrer Verkaufe gegenüber den US-Behörden und in der Öffentlichkeit, die Legere und Claure "trumpgerecht" in ein kurzes Video fassten, setzt T-Mobile aber vor allem auf das Thema 5G, den neuen, leistungsfähigeren Mobilfunkstandard. Er gilt als Voraussetzung für die Entwicklung neuer Anwendungen im sogenannten "Internet der Dinge" und als infrastrukturelle Bedingung für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in diesem Bereich - und damit der Uber, Facebooks etc. der Zukunft, so die Argumentation.

Vier Argumente für Trump: 5G, Arbeitsplätze, Mittelstand und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China

Alleine, so die Fusionsparteien, könnte keines der Unternehmen die dafür nötigen Investitionen stemmen. Und außerdem seien andere Anbieter durch die Fusion und die Schlagkraft einer neuen T-Mobile US dann gezwungen, nachzuziehen. Sollte die Fusion durchgehen, verspricht das neue T-Mobile innerhalb der nächsten drei Jahre Investitionen in Höhe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar in den USA.

Nicht nur das soll die Politik - allen voran US-Präsident Trump - überzeugen. Außerdem verspricht T-Mobile die Schaffung neuer Jobs durch das Zusammengehen vor allem in ländlicheren Gebieten. Der Konzern beruft sich dabei auf einer Studie, der zufolge 5G drei Millionen neuer Jobs in den USA schaffen soll.

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