Verkauf des britischen Mobilfunkgeschäfts Deutsche Telekom, Orange und BT machen Ernst

Die Deutsche Telekom und Orange verhandeln "exklusiv" mit der British Telecom über den Verkauf ihres Mobilfunkgeschäfts in Großbritannien. Taxierter Unternehmenswert: rund 15,5 Milliarden Euro.
British Telecom-Tower in London: Der britische Konzern will zurück ins Mobilfunkgeschäft mit Privatkunden

British Telecom-Tower in London: Der britische Konzern will zurück ins Mobilfunkgeschäft mit Privatkunden

Foto: John Li/ Getty Images

London/Bonn - Die Deutsche Telekom und ihr französischer Partner Orange wollen ihr britisches Mobilfunk-Geschäft unter dem Markennamen EE ("Everything Everywhere") an die British Telecom (BT) verkaufen. Das gaben sowohl die Telekom als auch BT am Montag nach Börsenschluss bekannt.

Es seien "exklusive Gespräche" zwischen den drei Partnern vereinbart worden. Diese fänden auf der Basis eines Unternehmenswertes von 12,5 Milliarden britischen Pfund (15,5 Milliarden Euro) statt, teilte die Deutsche Telekom mit.

Den Plänen zufolge soll ein Teil des Kaufpreises in BT-Aktien gezahlt werden. Die Deutsche Telekom würde dann nach der möglichen Transaktion 12 Prozent an BT halten, Orange 4 Prozent.

Der britische Telekomriese BT drängt zurück ins Mobilfunkgeschäft für Privatkunden und hat nach früheren eigenen Angaben zwei heimische Anbieter im Visier. Der Konzern bestätigte aber bisher lediglich Übernahmegespräche mit der spanischen Telefonica über deren britisches O2-Geschäft.

BTs Expansion ins Mobilfunkgeschäft könnte der Anstoß für eine Konsolidierung des britischen Telekommarktes sein, auf dem sich vier Netzbetreiber und vier große Breitbandanbieter tummeln. Reine Mobilfunkfirmen dürften es künftig dort schwerer haben, denn der Trend geht zu Paketangeboten von Festnetz- und Mobilfunkdiensten.

rei/dpa/rtr