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Foto: Oliver Berg/ dpa

Angst vor Identitätsdiebstahl, Betrug und Spionage US-Bürger schränken Online-Aktivitäten drastisch ein

Mehr als die Hälfte der amerikanischen Internetnutzer haben ihre Online-Aktivitäten im vergangenen Jahr reduziert - aus Sicherheitsgründen. Das hat eine Studie der National Telecommunications and Information Administration (NTIA) ergeben, die unter anderem der "Independent"  zitiert.

Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte Behörde hatte in einer repräsentativen Studie 41.000 Haushalte zu ihrem Verhalten im Netz befragt. Die Ergebnisse sind durch die Bank alarmierend:

  • 63 Prozent der Nutzer haben Angst vor Identitätsdiebstahl
  • 45 Prozent befürchten Angriffe beim Online-Banking
  • 23 Prozent haben Sorge, dass Online-Dienste ihre Daten abgreifen
  • 22 Prozent haben Angst, die Kontrolle über persönliche Daten zu verlieren
  • 18 Prozent befürchten, dass ihre eigene Regierung ihre Daten sammelt
  • 13 Prozent haben Angst vor Bedrohungen der persönlichen Sicherheit.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass all diese Bedenken sie im vergangenen Jahr von Netzaktivitäten wie Shopping, Online-Banking oder dem Posten eigener Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter abgehalten habe. Das hat natürlich auch wirtschaftliche Auswirkungen: Ein Drittel derer, die Kreditkartenbetrug befürchteten, vermieden es, online einzukaufen - und ein Drittel derer, die Identitätsdiebstahl fürchteten, hörten mit dem Internetbanking auf.

Immerhin ein Fünftel der Befragten hielt sich bei der Äußerung kontroverser Meinungen in sozialen Medien zurück - aus Angst davor, zuviel Privatsphäre preiszugeben. Unbegründet waren die ganzen Bedenken jedenfalls nicht: Ein knappes Fünftel der Befragten hatte schon Erfahrungen mit Verletzungen der Datensicherheit gemacht - auf die gesamten USA hochgerechnet wären das 19 Millionen Haushalte.

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Dabei stieg das Risiko mit der Zahl der verwendeten Gerätetypen: Von denen, die nur entweder Laptop, Desktop, Tablet, Smartphone oder Smart-TV nutzte, war nur ein Zehntel betroffen. Fünf oder mehr verschiedene Geräte steigerten das Risiko auf 31 Prozent.

Der NTIA-Analyst Rafi Goldberg schreibt in einem Blogbeitrag , dass die Politik ein besseres Verständnis für das Misstrauen gegenüber der Internetsicherheit entwickeln müsse: "Abgesehen davon, dass dieses Problem von großer Bedeutung für viele Amerikaner ist, können Sicherheits- und Datenschutzbedenken ökonomische Aktivitäten verringern und den freien Ideenaustausch im Netz behindern."