Mittwoch, 17. Juli 2019

Instagram-Star Cathy Hummels Influencerin gewinnt Prozess um Schleichwerbung

Influencerin Cathy Hummels: Die Frau des Fußballprofis Mats Hummels hat dem Urteil zufolge gegen kein Gesetz verstoßen
Tobias Hase / DPA
Influencerin Cathy Hummels: Die Frau des Fußballprofis Mats Hummels hat dem Urteil zufolge gegen kein Gesetz verstoßen

Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels hat eine Klage wegen Schleichwerbung vor dem Landgericht München siegreich überstanden. Die zuständige Kammer wies die Zivilklage des für Abmahnungen bekannten Verbands Sozialer Wettbewerb am Montag ab. Informierte Leser wüssten, dass Hummels mit ihrem Profil bei der Facebook-Tochter Instagram kommerzielle Interessen verfolge, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Rhein. Insofern handele es sich auch nicht um unlautere Werbung. Das Urteil bedeutet allerdings keine Klärung der Rechtslage, ob sogenannte Influencer überhaupt noch Dinge anpreisen dürfen, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Andere Gerichte hatten zuvor anders entschieden.

Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels hat eine Klage wegen Schleichwerbung vor dem Landgericht München siegreich überstanden. Die zuständige Kammer wies die Zivilklage des für Abmahnungen bekannten Verbands Sozialer Wettbewerb am Montag ab. Informierte Leser wüssten, dass Hummels mit ihrem Profil bei der Facebook-Tochter Instagram kommerzielle Interessen verfolge, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Rhein. Insofern handele es sich auch nicht um unlautere Werbung.

Hummels hat auf Instagram mittlerweile 485.000 Follower. Allein aus dieser hohen Zahl geht nach Einschätzung der Kammer hervor, dass die Ehefrau von Fußballprofi Mats Hummels auf ihrer Seite keine rein privaten Interessen verfolgt. Eine solche Zahl von Freunden "schafft kein Mensch", sagte Rhein.

Das Urteil bedeutet keine Klärung der Rechtslage, ob sogenannte Influencer überhaupt noch Dinge anpreisen dürfen, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, außerdem hat der in Berlin ansässige Verein mehrere Influencerinnen abgemahnt. Eine parallele Klage gegen die Fitness-Bloggerin Pamela Reif vor dem Landgericht Karlsruhe hat der Verband gewonnen. Eine obergerichtliche Entscheidung gibt es noch nicht.

Im Münchener Fall warf der Verband Cathy Hummels unlautere Werbung in mehreren Fällen vor, weil sie auf ihrer Instagram-Seite ("@catherineyyy") Internet-Links zu Herstellern gesetzt hatte, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Hummels wehrte sich dagegen mit dem Argument, dass sie für die abgemahnten Beiträge kein Geld erhalten hatte. Echte Werbung hingegen kennzeichnet die ehemalige Moderatorin mit dem Hinweis "Bezahlte Partnerschaft".

mg/dpa-afx

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