Donnerstag, 27. Juni 2019

Der Angriff der Matratzen-Start-ups Warum Matratzen kaufen plötzlich hip ist

Start-ups mischen Matratzen-Branche auf: Die neuen Schaumschläger
Getty Images

Sie gehören zum Bild in jeder größeren Stadt. Matratzenshops, die in knalligen Farben über Monate hinweg ständig für Aktionswochen oder sofortige Lageräumung werben - Rabatte von 70 Prozent inklusive.

Doch es könnte sein, dass die Matratzenläden bald ein ähnliches Schicksal ereilt wie zuvor Bubble-Tea-Shops, Internetcafes oder Videotheken. Dass sie still und leise verschwinden. Denn die undurchsichtige und extrem lukrative Matratzenbranche durchlebt gerade so etwas wie eine Revolution.

Hatten früher Möbelgeschäfte, Matratzenläden, Warenhäuser und Bettfachgeschäfte den Markt relativ ungestört unter sich aufgeteilt, schießen nun reihenweise neue Direktvertriebler aus dem Boden. Mit hippen Designs, Frei-Haus-Lieferung und kostenloser Abholung bei Nichtgefallen nach dreimonatiger Test-Phase und zum Teil auch noch Kampfpreisen, rütteln sie die Branche auf, in der über Jahre mit illegalen Preisdiktaten unliebsame Wettbewerber auf Abstand gehalten wurden.

Eines der Start-ups, das in der Branche für Aufregung sorgt, ist die erst 2013 gegründete US-Matratzen-Firma Casper. In den rund drei Jahren seit seiner Gründung hat das Start-up bereits mehr als 71 Millionen Dollar eingesammelt. Und wird von Medien als "Tesla der Matratzenindustrie" gehypt.

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