Kampf um Qualcomm Broadcom würde 148 Milliarden Dollar zahlen

Wenn es darum geht, den Widerstand des Wettbewerbers Qualcomm zu brechen, spielt Geld für Broadcom: offenbar keine Rolle mehr

Wenn es darum geht, den Widerstand des Wettbewerbers Qualcomm zu brechen, spielt Geld für Broadcom: offenbar keine Rolle mehr

Foto: REUTERS

Der Chipkonzern Broadcom  will beim Kampf um den Konkurrenten Qualcomm  offenbar noch eine Schippe drauflegen. Broadcom sei bereit, auf die zuletzt ausgerufenen insgesamt rund 130 Milliarden Dollar (104 Milliarden Euro) inklusive Schulden noch mal bis zu 18 Milliarden Dollar draufzupacken, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Zuvor hatte Reuters die mögliche Anhebung vermeldet. Die Erhöhung könnte bereits an diesem Montag vor US-Börseneröffnung bekanntgegeben werden. Sprecher der Unternehmen wollen die Informationen nicht kommentieren, hieß es in dem Bloomberg-Bericht  weiter.

Die Offerte könnte auf 80 bis 82 Dollar je Aktie angehoben werden. Bislang hatte Broadcom 70 Dollar - davon 60 Dollar in bar und 10 Dollar in Broadcom-Aktie - angeboten. Diese Offerte war jedoch von Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf als nicht diskussionswürdig eingestuft und zurückgewiesen worden.

Sollte die Offerte auf 82 Dollar erhöht werden, würde Qualcomm mit rund 123 Milliarden Dollar bewertet. Dazu kommen noch die Schulden von rund 25 Milliarden Dollar, so dass die Offerte auf eine Gesamthöhe von zirka 148 Milliarden Dollar kommen würde - das wäre die größte Übernahme in der Technologiebranche bisher.

Broadcom hatte im November mitgeteilt, den Konkurrenten übernehmen zu wollen. Qualcomm wies die Offerte aber zurück. Das Unternehmen ist im Großteil der Smartphones und Tablet-Computer mit Kommunikationschips vertreten, die für die Verbindung zu Netzen sorgen.

Zudem stellt Qualcomm in vielen Telefonen auch den Hauptprozessor und verdient Geld mit Patentlizenzen auf diverse Technologien. Zuletzt kämpfte Qualcomm mit einer Reihe von Problemen wie einem Quartalsverlust infolge der US-Steuerreform, einem Streit mit dem Kunden Apple und einer EU-Milliardenstrafe wegen Verträge mit dem iPhone-Hersteller.

rei/dpa
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