Samstag, 19. Oktober 2019

USA fordern strenge Regeln für Facebooks Libra-Projekt USA machen Druck auf Libra-Regulierer

Die für Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständige Staatssekretärin des US-Finanzministeriums Sigal Mandelker zu Besuch in der Schweiz

3. Teil: Regulierungsbehörde sieht "bankähnliche Risiken"

Die Schweizer Aufsichtsbehörde Finma betonte unterdessen, dass ein Schweizer Zahlungssystem automatisch dem Gesetz gegen Geldwäsche unterstellt sei. Hierbei müsse "die Einhaltung höchster internationaler Standards im ganzen Ökosystem des Projektes sichergestellt" werden.

Da Libra über einen eigenen digitalen "Zahlungstoken" verfüge, müsse diese zudem wegen der damit verbundenen Unwägbarkeiten wie Kredit- und Marktrisiken zusätzlichen Anforderungen unterliegen. "Bankähnliche Risiken" müssten auch "bankähnlichen Regulierungsanforderungen" unterliegen, erklärte die Behörde.

Als eine Grundvoraussetzung für eine Bewilligung als Zahlungssystem sieht die Finma, dass die mit der Verwaltung der Reserve verbundenen Erträge und Risiken vollständig von der Libra Association getragen werden und nicht von den Besitzern der Libra-Coins. Als unverzichtbar bezeichnet die Behörde ein international koordiniertes Vorgehen. Vor allem die Anforderungen an die Verwaltung der Reserve sowie an die Bekämpfung der Geldwäsche müssten international ausgearbeitet werden.

Facebook hatte im Juni die Einführung einer eigenen Digitalwährung unter dem Namen Libra angekündigt. Diese soll von der 28 Mitglieder umfassenden Libra Association in Genf herausgegeben werden. Die Digitalwährung soll komplett durch einen Reservefonds mit verschiedenen Währungen wie Dollar, Euro und Yen gedeckt sein.

mit dpa-afx

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