Donnerstag, 14. November 2019

Antrag bei US-Behörde Amazon will mit Drohnenlieferungen loslegen

Amazon-Consumer Chef Jeff Wilke mit Prime-Air-Frachtdrohne

Der Onlinehändler Amazon will mit der Paketauslieferung mittels Drohnen ernst machen und hat bei der US-Luftaufsichtsbehörde FAA grünes Licht für die USA-weite Drohnenauslieferung beantragt. Der Antrag sieht laut dem Branchendienst "Retaildive" vor, dass unbemannte Drohnen von Amazons Dienst Prime Air Päckchen von bis zu zweieinhalb Kilo Gewicht transportieren dürfen. Damit will Amazon die Lieferzeit auf weniger als eine halbe Stunde senken.

Zunächst soll mit der Auslieferung in dünn besiedelten Gebieten begonnen werden. In den kommenden Monaten ist aber eine massive Ausweitung geplant, wie Amazon-Manager Jeff Wilke vor einigen Wochen auf Amazons Hausmesse re:MARS ankündigte.

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Bild: [M] AP, dpa

Die autonom und außer Sichtweite fliegenden Drohnen sollen dem Antrag zufolge einen von den Kunden markierten Auslieferort anfliegen und mit Hilfe von Sensoren sicherstellen, dass dieser auch tatsächlich ansteuerbar und frei ist, zitiert "Retaildive" aus dem Behördenantrag. Sei diese Bedingung erfüllt, solle die Drohne auf "sichere Auslieferungshöhe" absinken, dort in Schwebeposition verharren und - sofern keine weiteren Hindernisse oder Gefahren wahrgenommen werden - das Paket abladen.

Wettbewerber und Öffentlichkeit haben nun bis 28. August Zeit, auf den Vorstoß des Onlinehändlers zu reagieren. Eine Frist, bis wann die Luftfahrtbehörde FAA über den Antrag entscheiden muss, gibt es den Angaben zufolge nicht. Amazon selbst wollte sich zu dem Vorstoß zunächst nicht äußern.

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