Sonntag, 31. Mai 2020

Digitale Bücher Amazon und Hachette beenden E-Book-Streit

Amazon-Chef Bezos: Bei vielen Schriftsteller in den USA aber auch in Deutschland machte er sich keine Freunde

Mehr als 900 US-Schriftsteller hatten gegen Amazon protestiert und im Streit um E-Books und nicht ausgelieferte Bücher Partei ergriffen. Jetzt haben sich weltgrößte Online-Händler und die Verlagsgruppe Hachette ihren Streit beigelegt.

New York - Im Streit um E-Books haben Amazon und die Verlagsgruppe jetzt eine langfristige Vereinbarung getroffen. Der "New York Times" zufolge bekommt Hachette dabei das Recht, selbst den Preis seiner E-Books festzulegen.

Das war ein zentraler Streitpunkt in dem monatelangen Konflikt. Amazon dringt in den USA auf niedrigere Preise für digitale Bücher und wollte laut Medienberichten auch einen höheren Anteil der Erlöse.

Der Streit hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem Bücher von Hachette bei Amazon zeitweise nicht verfügbar waren oder ungewöhnlich lange Lieferzeiten hatten. Hunderte Schriftsteller kritisierten den Online-Händler daraufhin scharf.

In Deutschland war Amazon in einen ähnlichen Konflikt mit der Verlagsgruppe Bonnier verwickelt (u.a. Ullstein, Carlsen, List), in dem es vor allem um die Verteilung der Einnahmen aus den E-Book-Verkäufen ging. Auch dieser Streit wurde vor kurzem beigelegt.

rei/dpa-afx

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung