Mittwoch, 29. Januar 2020

AirBnBs Angreifer Die milliardenschwere Schlacht um Europas Touristen

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Corbis

Lange war Berlin einer der lukrativsten Märkte für den Online-Zimmervermittler AirBnB. Nun ist die deutsche Hauptstadt für AirBnB zum Notstandsgebiet geworden. Statt mit der Vermittlung von Touristenunterkünften gutes Geld zu verdienen, hat der US-Konzern hier mittlerweile vor allem eines: Ärger.

Schuld daran ist ein Gesetz, das potenziellen AirBnB-Vermietern enge Grenzen setzt. Wer seine Wohnung vermieten will, braucht dafür eine behördliche Genehmigung. Ohne ein solches Papier drohen bis zu 100.000 Euro Strafe.

Um diesen GAU für das Deutschland-Geschäft zu verhindern, ist AirBnB in eine regelrechte PR-Schlacht gezogen, hat verhandelt und gepokert, Studien veröffentlicht und Zugeständnisse gemacht - vergebens. Zumindest vorerst. Denn es laufen bereits Verfahren, die die aktuelle Regelung anfechten.

Der Berliner Häuserkampf zeigt, mit welcher Macht mittlerweile um den Unterkunftsmarkt gerungen wird, der abseits der offiziellen Hotels entstanden ist. Und der stetig wächst.

Allein in Berlin liefen aktuellen AirBnB-Zahlen zufolge mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr über den amerikanischen Sharing-Anbieter. Und selbst in den Außenbezirken der Stadt sind die Buchungen seit 2010 um durchschnittlich 220 Prozent gestiegen.

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