Kurzzeit-Untervermietung verboten New York bremst Airbnb

Wer in New York seine Wohnung nur für kurze Zeit untervermieten möchte, riskiert ein Bußgeld.

Wer in New York seine Wohnung nur für kurze Zeit untervermieten möchte, riskiert ein Bußgeld.

Foto: Mark Lennihan/ AP

Der Wohnungsvermittler Airbnb kämpft an vielen Orten der Welt gegen Widerstände. Nun verschärfte auch der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, die gesetzlichen Regelungen bezüglich Untervermietung von Wohnraum. Wer als Hauptmieter seine Wohnung für weniger als 30 Tage untervermietet, muss mit Bußgeld rechnen. Die Strafen belaufen sich Medienberichten zufolge für Ersttäter auf rund 1000 Dollar, Wiederholungstäter sollen bis zu 7500 Dollar zahlen.

Airbnb kündigte an, gegen das Gesetz vorgehen zu wollen. Für den Wohnungsvermittler steht viel auf dem Spiel. Überall auf der Welt gehen Behörden gegen den Internetvermittler vor und gefährden das Geschäftsmodell. New York gilt dabei als der größte Einzelmarkt von Airbnb. 2015 soll der Umsatz, den das Unternehmen mit Provisionen macht, bei rund 1 Milliarde Dollar gelegen haben.

Sollte New York nun gegen Airbnb Erfolg haben, könnte das Gesetz Schule machen. Auch San Fransico - immerhin Heimatstadt des Vermittlers - plant ebenfalls, der "Wildvermietung"einen Riegel vorzuschieben. Vermieter müssen hier bei der Behörde gemeldet werden, sonst darf das Unternehmen keine Provision nehmen. Auch hier zog Airbnb vor Gericht, die Entscheidung steht noch aus.

In Deutschland kämpft Airbnb ebenfalls mit den Behörden. Ganz vorne voran liegt dabei Berlin, das mit die höchsten Strafen weltweit bei Regelungsverstoß vorsieht. Seit 1. Mai dürfen keine normalen Wohnungen mehr ohne Sondererlaubnis als Ferienwohnungen vermietet werden. Auch sind die Vermittlungsportale verpflichtet, den Behörden Auskunft über die Vermieter zu geben.

Airbnb soll demnach alle Zimmer- und Wohnungsanbieter melden, die mehr als die Hälfte ihrer Immobilien für weniger als zwei Monate vermieten. Doch das Unternehmen will bislang keine Namen herausrücken. Verstöße gegen die Regelungen sehen Strafen in Höhe von bis zu 100.000 Euro vor. Einer Studie der Gesellschaft für Beteiligungen und Immobilienentwicklungen zufolge vermitteln Internetportale derzeit mindestens 14,5 Millionen Übernachtungen jährlich in deutsche Privatunterkünfte, davon entfielen 6,1 Millionen auf Berlin.

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akn mit reuters
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