Samstag, 25. Mai 2019

MM-Grafik Alibaba und die deutschen Zwerge

Der Online-Händler Alibaba hat im Vorjahr rund 190 Milliarden Euro umgesetzt - den Großteil davon in China. Die drei Platzhirsche in Deutschland kommen demgegenüber auf einen Umsatz von insgesamt rund 8 Milliarden Euro - und der kleinste von ihnen strebt im Windschatten von Alibaba ebenfalls an die Börse.


Hamburg - 250 Milliarden Dollar (190 Milliarden Euro) hat Alibaba im Jahr 2013 umgesetzt, rund 80 Prozent davon in China. Von solchen Zahlen sind die Online-Händler in Deutschland weit entfernt, wie die Grafik von Statista zeigt. Marktführer Amazon kam im Vorjahr auf einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro, mit deutlichem Abstand dahinter folgt Otto. Der ebenfalls an die Börse strebende Online-Händler Zalando brachte es auf nicht einmal die Hälfte der Otto-Umsätze.

Natürlich ist der Vergleich nicht ganz fair: Deutschland hat rund 80 Millionen Einwohner, in China leben mit rund 1,3 Milliarden Menschen rund 16mal so viele Menschen. Das Reich der Mitte hat mehr Einwohner als die USA und Europa zusammen - sollte Alibaba seinen Heimatmarkt konsequent erschließen und ausländische Konkurrenz außen vor bleiben, ergibt das ein riesiges Marktpotenzial.

Neu in den Top 10 sind Alternate (366,9 Millionen Euro) und H&M (303,7 Millionen Euro). Der Gesamtumsatz der Online-Händler in Deutschland beträgt 7,8 Mrd. Euro, enthält jedoch Service-Umsatz (insbesondere Marktplatz-Umsatz) sowie alle Exporte von amazon.de ins Ausland. Weiterhin sind die Umsätze der Shops javari.de, de.buyvip.com, audible.de und lovefilm.de (jetzt Prime Instant Video) enthalten. Der Service-Umsatz, die Exporte sowie die weiteren Online-Shops wurden aus dem Deutschlandumsatz herausgerechnet.


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